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Zürich (awp/sda) - Steigen die Strompreise um 10%, sinkt der Verbrauch der Haushalte innerhalb eines Jahres nur um rund 2%. Dass der Verbrauch nicht stärker zurückgeht, könnte mit fehlenden Stromsparmöglichkeiten zu tun haben.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, die vom Wirtschaftsdachverband economiesuisse unterstützt wurde. Für die Untersuchung wurde eine Vielzahl von Veröffentlichungen aus der Schweiz, Europa, den USA, aber auch aus Neuseeland, Mexiko, Australien, Taiwan, Inden und Nepal ausgewertet.
Dabei geht es um die Frage, wie stark der Preis den Stromverbrauch beeinflusst und ob steigende Preise einen Wechsel zu anderen Energieformen begünstigen. Die Ergebnisse sollen nach den Vorstellungen der KOF ein Diskussionsbeitrag zur Ausrichtung der schweizerischen Energiepolitik sein.
Die Studie kommt zum Schluss, dass der geringe Spareffekt höherer Strompreise bei privaten Haushalten auch damit zu tun haben könnte, dass es wenig Einsparmöglichkeiten gebe. Für Konsumenten sei es schwierig Strom zu sparen, wenn es um den Verbrauch von Kühlschränken, Heizöfen oder Lampen gehe.
Hier beeinflusse technologischer Fortschritt die Einsparungen wesentlich stärker, indem beispielsweise Geräte produziert würden, die weniger Strom verbrauchten. Das wiederum schlage sich erst langfristig nieder.
Bei der Industrie wiederum sei der Strompreis nur ein Faktor bei der Wahl der genutzten Energie. Je nach Industriezweig sei die verfügbare Technologie entscheidend - manche Produktionsprozesse bestimmten den Einsatz der Energieform.
Die Verfasser der Studie weisen aber darauf hin, dass hinsichtlich der Auswirkungen eines steigenden Strompreises auf die Industrie sehr wenig verwertbare Studien vorlägen. Obwohl Haushalte nur einen Drittel des Stroms in der Schweiz verbrauchten und die Wirtschaft zwei, gebe es mehr Untersuchungen zum Sparpotenzial in Haushalten.
Die KOF-Studie kommt aber auch zu dem Schluss, dass die Industrie nur dann in alternative Energieformen investieren werde, wenn sie mit langfristig berechenbaren Anreizen rechnen könne. Das könnten beispielsweise Steuerbefreiungen für entsprechende Investitionen sein.
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