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CH/Krise kann Spendenfreudigkeit der Schweizer nichts anhaben

Dieser Inhalt wurde am 31. Dezember 2009 - 12:30 publiziert

Bern (awp/sda) - Trotz Wirtschaftskrise spenden die Schweizer grosszügiger denn je: Die Hilfswerke verzeichnen überdurchschnittliche Ergebnisse. Die Spendenfreudigkeit sei weniger vom Geldbeutel als von ethischen Motiven abhängig, heisst es bei den gemeinnützigen Organisationen.
Helvetas erwartet ein Rekordjahr, wie Mediensprecher Matthias Herfeldt am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Schätzungsweise fielen die Spenden 2-3% höher aus als im Vorjahr. 2008 verbuchte Helvetas mit 14,95 Mio CHF das bisherige Spitzenergebnis.
Das drittbeste Spendenergebnis der letzten zehn Jahre meldet die Caritas. Mit 26 Mio CHF übetreffen die Spenden jene des Vorjahres um rund 13%, wie Sprecher Odilo Noti sagte.
"Erfreulich" fällt die Bilanz beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) aus. Die Organisation erhielt 2009 rund 25 Mio CHF, wie Sprecher Beat Wagner erklärte. Damit stiegen die Spenden gegenüber dem Vorjahr um drei Mio CHF. Generell halte damit der positive Trend der letzten Jahre an: Die Spenden stiegen jeweils leicht an. Ein Vergleich sei jedoch generell schwierig.
Die Leute spendeten nicht trotz, sondern gerade wegen der Krise gern, stellte der Helvetas-Sprecher fest: Die Wirtschaftskrise erhöhe die Solidarität in der Bevölkerung. "Wer selbst noch nicht von der Krise betroffen ist, spendet noch grosszügiger", sagte er.
Von einer "alten Erfahrung" spricht Odilo Noti von der Caritas. Als moralisches Prinzip sei das Spenden nicht von der Konjunktur abhängig. "Die Schweizer haben noch genug, um zu spenden", konstatierte SRK-Sprecher Wagner. Auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Spenden sei vorhanden.
uh

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