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Ferenbalm BE (awp/sda) - Die Verhandlungen für ein umfassendes Freihandelsabkommen mit der EU seien sofort abzubrechen und der bilaterale Weg fortzusetzen. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hat die Forderung an der Jahresmedienkonferenz am Dienstag in Ferenbalm BE bekräftigt.
Die politischen Weichen müssten neu gestellt werden, forderte SBV-Präsident Hansjörg Walter in seiner "Vision zur Zukunft". Bei der WTO müsse die Doha-Runde grundlegend neu aufgegleist werden.
Und das Direktzahlungssystem müsse bei seiner Weiterentwicklung konsequent auf eine produktive Landwirtschaft ausgerichtet werden. "Es muss möglich sein, mit dem Erlös aus dem Produktverkauf plus Direktzahlungen ein angemessenes landwirtschaftliches Einkommen zu erzielen", sagte Walter.
Der Boden als wichtigste landwirtschaftliche Produktionsgrundlage müsse in allen politischen Fragen, zum Beispiel bei der Raumplanung, besser geschützt und erhalten bleiben. Sämtliche landwirtschaftlich relevanten politischen Instrumente müssten diese Linie konsequent verfolgen und aufeinander abgestimmt sein.
"Wir Bauern versorgen die Schweiz mit 58 Prozent der benötigten Lebensmittel", sagte Walter weiter. "Wir garantieren eine nachhaltige und tierfreundliche Produktion, sorgen für eine abwechslungsreiche Landschaft, gepflegte Randzonen in den Hügel- und Berggebieten und belebte ländliche Räume."
Ein Teil dieser Leistung sei nicht marktfähig und müsse über die öffentliche Hand finanziert werden. Aber trotz Zollschutz und höheren Lebensmittelpreisen gebe ein durchschnittlicher Haushalt nicht einmal sieben Prozent seines Einkommens für Lebensmittel aus. In keinem Land der Welt sei dieser Anteil tiefer.
Der Bauernverband wünscht sich die Aufrechterhaltung einer vielfältig produzierenden Landwirtschaft auf Basis von Familienbetrieben. Diese Mannigfaltigkeit mache agil und aktionsfähig und damit fit für die Zukunft.
Jungen Menschen in Ausbildung falle es schwer, konkret zu planen. Damit sie wüssten, worauf sie sich einstellen müssten, brauche es eine klare Vision. Für die Schweizer Landwirtschaft seien grundsätzlich drei Wege denkbar:
Erstens Nebenerwerbslandwirtschaft, wie sie in Österreich oder Baden-Württemberg vorherrscht. Zweitens die Konzentration auf wenige, dafür grosse und im europäischen Umfeld möglichst konkurrenzfähige Betriebe in den topografisch günstigsten Lagen.
Drittens den mit den Reformen vor 15 Jahren eingeschlagenen Weg weiter verfolgen: Eine ökologische und tierfreundliche Produktion, die sich an den Bedürfnissen der Schweizer Bevölkerung orientiere und die in der Verfassung verankerten, multifunktionalen Aufgaben wahrnehmen könne.
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