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(Nach Medienkonferenz ergänzt)
Bern (awp/sda) - Bundesrätin Doris Leuthard hat am Montag die drei Rahmenbewilligungsgesuche für Ersatz-AKW in der Schweiz sistiert. Bei den angeordneten vertieften Abklärungen sollen Erdbebensicherheit und Kühlung im Vordergrund stehen.
Atomkraftwerke würden in der Schweiz so angelegt, dass sie einem Erdbeben mit der Stärke 7 widerstehen können, erklärte Leuthard am Montagmittag vor den Medien in Bern. Die Generatoren der neuen Generation würden von den Herstellern als besser für Erdbeben oder Flugzeugabstürze gerüstet beschrieben.
Vielleicht seien nach den Ereignissen in Japan Anpassungen an den Sicherheitsvorschriften der Schweiz nötig. Bis genaue Erkenntnisse vorlägen, blieben die Gesuche und auch die laufende Vernehmlassung bei den Kantonen auf Eis.
Es komme darauf an, zu welchen Schlüssen die Experten kommen und auch, wie die Internationale Atomaufsichtsbehörde IAEA die japanischen Störfälle beurteile. Wie es mit den bereits anberaumten Volksabstimmungen aussieht, konnte Leuthard nicht sagen.
Wie lange die Gesuche sistiert bleiben, ist ebenfalls offen. Leuthard setzte keine Fristen. Im japanischen Kraftwerk in Fukushima seien die Probleme mit der Kühlung der Reaktoren wohl nicht durch das Beben selbst, sondern durch den folgenden Tsunami ausgelöst worden. Zur Stunde lasse sich nichts Genaues sagen.
Das Vertrauen in die Nukleartechnologie in der Schweiz sei durch die Ereignisse in Japan sicher angeschlagen, räumte Leuthard ein, die aus ihrer Unterstützung der Atomkraft nie ein Hehl gemacht hatte. Die Schweiz benötige indessen Grosskraftwerke, wolle sie nicht in eine Stromlücke fallen. Die Sicherheit gehe aber in jedem Fall vor, die Sistierung sei angesichts der Lage vernünftig.
Weiter kündigte Leuthard an, die in den Medien als ungenügend gerügte Information zu intensivieren. Täglich werde ein Lagebericht des Eidgenössischen Nuklear-Sicherheits-Inspektorats im Internet aufgeschaltet.
tp

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