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(Meldung durchgehend ergänzt)
Neuenburg (awp/sda) - Die Effektivlöhne dürften dieses Jahr um 1,6% steigen, die Mindestlöhne um 0,3%. Dies geht aus Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu den Gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüssen hervor. Wegen der Teuerung werden aber die Reallöhne geringer wachsen.
Laut BFS haben sich die Vertragspartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) für das Jahr 2011 auf eine nominale Effektivlohnerhöhung von 1,6% geeinigt. Generell wurde den Personen, die einem GAV unterstehen, eine Erhöhung von 0,9% und individuell von 0,7% zugesichert.
Die Effektivlöhne sind in den letzten Jahren generell gestiegen, von 1,1% 2004 auf 2,6% 2009. Im Jahr 2010 stiegen sie aber - wegen der Wirtschaftskrise - nur um 0,7%.
Wird die erwartete Teuerung für das Jahr 2011 von 0,7% berücksichtigt, dürften die GAV-Reallöhne in diesem Jahr im Schnitt nur um 0,9% steigen.
Im Industriesektor beträgt die Effektivlohnerhöhung 1,1%, im Dienstleistungssektor 1,9%. Die Branchen mit den stärksten Erhöhungen sind der Detailhandel (+2,5%), die Branchen Unterhaltung, Kultur und Sport (+2,4%) und Nachrichtenübermittlung (+2,1%).
Demgegenüber verzeichnen die Nahrungsmittelindustrie und die öffentliche Verwaltung (+0,7%) sowie die Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und Uhren (+0,3%) die schwächsten Erhöhungen.
Über die Hälfte der Lohnsummen-Erhöhung wird gleichmässig für Lohnerhöhungen der betroffenen Personen verwendet. In der Industrie sind es fast zwei Drittel. Der Rest steht für individuelle Erhöhungen zur Verfügung.
Die Mindestlöhne werden 2011 nur um 0,3% angehoben. Diese Erhöhung fällt schwächer aus als in den Vorjahren (2010: 0,7%, 2009: 3,2%).
Die Branchen mit den stärksten Erhöhungen sind die Landwirtschaft (+2,1%), die chemische Industrie (+2%) sowie der Landverkehr (+1,4%). Die Branchen Be- und Verarbeitung von Holz, Herstellung von Metallerzeugnissen und Immobilienwesen verzeichnen mit +0,2% die schwächsten Lohnerhöhungen.
Die erwartete Teuerung wird heuer dazu führen, dass einige Mindestlohnbezüger real weniger Geld zur Verfügung haben als im Vorjahr.
Von den Lohnverhandlungen sind über eine Million Personen betroffen.
dl

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