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(Meldung umfassend erweitert)
Zürich/Neuenburg (awp/sda) - Bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) sind bis zum Ablauf der Frist am 31. Dezember 9 Gesuche für 2 neue Spielbanken in der Stadt Zürich und in der Region Neuenburg eingegangen. Der Bundesrat entscheidet Mitte Jahr, wer eine Konzession erhält.
Für die Spielbank in Zürich bewerben sich fünf Gesuchsteller, um eine Spielbank in der Region Neuenburg buhlen vier Bewerber, wie die ESBK am Montag mitteilte. Die "wesentlichen Elemente der Gesuche" würden ab Ende Januar 2011 im Bundesblatt und in den Amtsblättern der Kantone Zürich und Neuenburg veröffentlicht.
Der Bundesrat hatte im März 2010 beschlossen, in Zürich ein neues Grand Casino (A-Konzession) und in der Region Neuenburg einen Kursaal (B-Konzession) zuzulassen. Voraussichtlich im Sommer 2011 will die Landesregierung entscheiden, wer an den beiden Standorten eine Konzession erhält.
In der Stadt Zürich sind fünf Standorte für ein Grand Casino mit vier Bewerbern in unterschiedlicher Zusammensetzung in Diskussion. Auf eine A-Konzession in der Alten Börse am Paradeplatz hofft die Casino Zürich AG, eine Tochtergesellschaft der Escor Casinos & Entertainment AG.
Gleichzeitig hat Escor das Projekt in der Region Neuenburg an die Sunset Casino AG abgetreten. Die in Oberägeri ZG domizilierte Gesellschaft bewirbt sich in der Gemeinde La Tène um eine Bewilligung für ein B-Casino.
Weiter im Rennen in Zürich sind die Grand Casino Zürich AG, eine Tochter der französischen Groupe Tranchant, zu der auch die Airport Casino Basel AG gehört, sowie die Swiss Casino Zürich AG mit ihrem Mehrheitsaktionär Hans-Ueli Rihs. Die Gesellschaft ist bereits an den Casinos Pfäffikon SZ, Bern, St. Gallen, Schaffhausen und St. Moritz beteiligt.
Ebenfalls ein Konzessionsgesuch für die Stadt Zürich eingereicht hat die Grand Casino Baden AG, die im ehemaligen Kino ABC am Beatenpaltz ein A-Casino errichten möchte.
Allenfalls will sich die Grand Casino Baden AG als Partner an der City Zürich Casino beteiligen, die im alten EPA-Gebäude an der Sihlporte eine Spielbank eröffnen will. Hinter diesem Projekt stehen ein Schaffhauser Rechtsanwalt und der österreichische Spielautomatenhersteller ACE.
Betreiber von A- und B-Spielcasinos müssen als juristische Personen des öffentlichen Rechts, als Aktiengesellschaft oder als Genossenschaft nach schweizerischem Recht organisiert sein. In ihrer Kandidatur müssen sie detailliert darlegen, wer die Inhaber sind und welches Geschäftskonzept sie mit dem Casino verfolgen.
In der Schweiz gibt es derzeit 19 Spielbanken. Davon sind 7 Grand Casinos und 12 Kursäle. Die Grand Casinos unterscheiden sich von den Kursälen vor allem durch die Ausgestaltung des Spielangebots.
Bei einer A-Konzession ist die Zahl der Tischspiele unbegrenzt, und die Casinos können bis zu zehn verschiedene Spiele anbieten. An einer unbegrenzten Zahl von Automaten können die Spieler Jackpots in der Höhe von mehreren Millionen Franken gewinnen.
Dagegen sind in Spielbanken mit einer B-Lizenz nur drei Arten von Tischspielen erlaubt. Meistens werden "Black-Jack", "Poker" und "Roulette" angeboten. In einem B-Casino dürfen maximal 150 Automaten stehen und es darf ein Jackpot in der Maximalhöhe von 200'000 CHF ausgeschüttet werden. Die Zahl der Automaten will der Bundesrat allerdings auf 250 erhöhen.
Auch werden die Casinos unterschiedlich besteuert. Von einem A-Casino fliesst 100% des zu versteuernden Umsatzes in die AHV. Von einem B-Casino gehen 40% an den Kanton und 60% in die AHV.
Nicht nur die Schweiz setzt auf neue Spielbanken. Liechtenstein will gemäss dem seit 1. Januar gültigen neuen Geldspielgesetz noch im ersten Quartal 2011 eine Casino-Konzession und Online-Konzessionen ausschreiben. Vorerst will die Regierung in Vaduz nur eine Spielbank bewilligen und danach die Situation beurteilen.
Das neue Liechtensteiner Geldspielgesetz wurde gestützt auf Erfahrungen in der Schweiz erarbeitet. Interessenten für den Betrieb eines Casinos soll es im Fürstentum mehrere geben. Glücksspiele waren dort seit 1949 verboten.
rt

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