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CH/OECD: Steuern und Sozialabgaben haben sich im 2009 kaum verändert (Studie)

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 12:51 publiziert

Paris/Bern (awp/sda) - In der Schweiz hat sich 2009 die Steuer- und Sozialabgabenlast auf den Löhnen kaum verändert. Für Alleinerziehende und Familien mit Kindern stieg zwar die Belastung, dies jedoch weitgehend wegen einer neuen Methode des Bundes zum Einbezug von Familienzulagen.
Dies geht aus Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Steuer- und Abgabenlast hervor, die am Dienstag in Paris veröffentlicht wurden. Demnach liegt die Belastung von Arbeitseinkommen in der Schweiz für alle untersuchten Haushaltstypen deutlich unter dem OECD-Mittel.
Zu beachten sei jedoch, dass für die Schweiz für den OECD-Vergleich die Sozialbeiträge des verbindlichen Teils der beruflichen Vorsorge sowie die obligatorischen Kranken- und Unfallversicherungsbeiträge nur mit Mindestbeträgen angegeben würden. Oder sie seien gar nicht mitgerechnet, da sie an privatrechtlich organisierte Träger gehen.
Die effektive Abgabenbelastung in der Schweiz werde somit unterschätzt, stellt die OECD-Studie fest. Insgesamt gelten die Berechnungen für Arbeitnehmer in Zürich. Herangezogen wird der durchschnittliche Jahresbruttolohn eines Vollzeitarbeitnehmers in der Privatwirtschaft, nämlich 75'376 CHF.
Im Durchschnitt sank in den OECD-Staaten 2009 die Belastung von Arbeitseinkommen. In vielen Ländern wurde im Rahmen von Konjunkturprogrammen die Steuer- und Abgabenlast gesenkt, in den meisten Ländern besonders stark für Familien. Am deutlichsten wurden Familien in der Slowakei, in Neuseeland und in der Türkei entlastet.
In Deutschland sank die Steuer- und Abgabenlast deutlich stärker als im OECD-Schnitt. Wegen der Erhöhung des Kindergeldes war die Entlastung bei Familien und Alleinerziehenden grösser als in Haushalten ohne Kinder.
Für alle untersuchten Haushaltstypen liegt die Abgabenlast nun unter dem Niveau des Jahres 2000, und das obwohl die nominalen Durchschnittslöhne seither um fast 20% gestiegen sind.
In Österreich sank die Steuer- und Abgabenlast für Arbeitnehmer im vergangenen Jahr erstmals seit 2005 wieder. Besonders stark gingen die Belastungen für Alleinerziehende und für Familien mit Kindern zurück. Allerdings bleibt die Abgabenlast für Arbeitnehmer weiterhin deutlich über dem OECD-Durchschnitt.
mk

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