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Paris (awp/sda/dapd) - Die Weltwirtschaft befindet sich auf Erholungskurs. In diesem Jahr dürfte sie gemäss der OECD um 4,2% wachsen. In den USA und der Euro-Zone falle das Wachstum stärker aus als noch vor einem halben Jahr angenommen. Auch für die Schweiz ist die OECD optimistischer als zuvor.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt der Schweiz neu ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts in diesem Jahr von 2,7% in Aussicht. Im letzten November hatte sie erst mit einem Zuwachs von 2,2% gerechnet.
Für das kommende Jahr rechnet sie unverändert mit einem Schweizer Wirtschaftswachstum von 2,5%. Gestützt wird die Schweizer Konjunktur laut der Organisation besonders von der starken inländischen Nachfrage.
Auch weltweit nimmt die Wirtschaft der OECD zufolge wieder an Fahrt auf - allerdings mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in den verschiedenen Regionen und Ländern. Das globale Wachstum werde in diesem Jahr zwar auf 4,2% zurückgehen, schon im kommenden Jahr aber wieder anziehen und bei 4,6% liegen.
"Die Wirtschaft steht aber an einem heiklen Punkt, und die Krise ist noch so lange nicht vorbei, bis wieder genügend Arbeitsplätze geschaffen werden", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria.
Zugleich blieben massive Risiken: Im schlimmsten Fall drohe sogar eine Stagflation in einigen Industriestaaten, also eine Verbindung aus einer stagnierenden Wirtschaftsleistung und steigenden Preisen.
Gurria bezeichnete es als Risiko für die Weltwirtschaft, wenn das Wachstum in China überraschend stark nachlässt und die Ölpreise weiter steigen. Zudem nannte er die Schuldenkrise in der Euro-Zone sowie die hohe Verschuldung in anderen Industriestaaten wie den USA oder Japan.
In den OECD-Ländern steige die Verschuldung über 100% der Wirtschaftsleistung. OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan forderte die Staaten zu einem strikten Sparkurs auf: "Auch wenn es kurzfristig zu Dämpfern kommt, ist mittelfristig mit grossen Vorteilen zu rechnen", sagte er.
Die Wirtschaft in der Euro-Zone kommt nach Einschätzung der OECD ungeachtet der Schuldenkrise und der Sparanstrengungen in Schwung. Das Bruttoinlandprodukt werde in diesem und im kommenden Jahr um jeweils zwei% zulegen. Die US-Wirtschaft dürfte nach Vorhersage der OECD in diesem Jahr um 2,6% wachsen, für 2012 sind sogar 3,1% Wachstum möglich.
Die OECD forderte die US-Notenbank Fed auf, die Zinsen anzuheben, um die Inflation in Zaum zu halten. Die Europäische Zentralbank könne dagegen eine Pause einlegen. Die Schweizerische Nationalbank werde die Leitzinsen bis Ende 2012 graduell erhöhen, insbesondere um eine Überhitzung des Immobilienmarkts zu verhindern.
In Japan sehen die Experten keinen geldpolitischen Handlungsbedarf: Nach dem Erdbeben, der Flutwelle und der Atomkatastrophe falle das ostasiatische Land in die Rezession zurück. Die Wirtschaftsleistung sinke in diesem Jahr um 0,9%, bevor 2012 wieder ein Wachstum von 2,2% in Sicht sei.
dm

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