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Bern/Paris (awp/sda) - Die Schweiz hat gemäss der OECD die globale Wirtschafskrise besser überstanden als manch anderer OECD-Staat. Dennoch werde sie noch lange darunter leiden. Zur Linderung empfiehlt die Organisation unter anderem Reformen im Wohnungsmarkt.
Dass die Schweizer Wirtschaft der internationalen Rezession vergleichsweise gut widerstanden habe, schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dem teilweise wenig konjunkturempfindlichen Exportsektor und dem robusten inländischen Kreditmarkt zu.
Auch kam es zu keiner Blase auf dem Immobilienmarkt. Die Rettungsaktion des Bundes für die Grossbank UBS wird von der OECD in ihrem am Freitag veröffentlichen Bericht ebenfalls gelobt; dies mit Blick auf die Bedeutung des Finanzsektors für die Gesamtwirtschaft.
Die OECD hat ihre letzte Prognose vom vergangenen November leicht angehoben: Im laufenden Jahr dürfte die Schweizer Wirtschaft demnach um 1 Prozent (vorher: 0,9 Prozent) und im 2011 um 2 Prozent wachsen (1,9 Prozent).
Die jüngste Krise wird gemäss OECD der Schweiz aber noch lange zu schaffen machen: Die Arbeitslosigkeit dürfte so stark ansteigen wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit und könnte nicht schnell wieder zu senken sein. Für 2011 stellt die OECD eine Arbeitslosenquote von 5 Prozent in Aussicht.
Um sich für die Zukunft zu wappnen, liefert die OECD der Schweiz einen Strauss an Empfehlungen, die von der Geld- und Steuerpolitik bis zum Bildungssystem reichen.
Aufgefallen sind der OECD etwa die im Vergleich zu anderen OECD-Ländern hohe Wohnkosten - fast ein Viertel des verfügbaren Einkommens werde hierzulande fürs Wohnen verwendet. Die Schweiz solle deshalb die vielen kantonalen Regeln und Wohnbauvorschriften harmonisieren.
Ein Dorn im Auge sind der OECD auch Teile der Mietrechts: Vermieter sollten bei einem Mieterwechsel die Mieten erhöhen und langfristig an die Marktpreise anpassen dürfen. Weiter schlägt die OECD vor, das Steuersystem verstärkt auf Immobilientransfers auszurichten, was unter anderem verdichtetes Bauen fördern könnte.
Was die Geldpolitik angeht, empfiehlt die OECD der Nationalbank, ihre expansive Politik beizubehalten, bis der Aufschwung eingesetzt hat. Dann aber gelte es, die viele Liquidität wieder abzuschöpfen.
Das Klumpenrisiko der beiden Grossbanken solle die Schweiz begrenzen mit schärferen Vorschriften, intensiverer internationaler Kooperation und einer schlagkräftigeren, besser dotierten Finanzaufsicht, heisst es im Bericht.
cf

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