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Paris/Bern (awp/sda) - Die Schweizer leben und arbeiten lange. Einkommen, Beschäftigung, und Umweltqualität sind im OECD-Vergleich hoch, die Korruption ist tief. Die Bevölkerung vertraut den Institutionen. Schlechte Noten erhält die Schweiz von der OECD bei der Wahlbeteiligung.
Die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung Studie "Gesellschaft auf einen Blick" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beleuchtet die sozialen Trends in den Mitgliedsländern der OECD und einiger weiterer Staaten wie China, Indien und Südafrika.
Punkto durchschnittlicher Lebenserwartung liegt die Schweiz mit 82,2 Jahren auf Platz 2 hinter Japan mit 82,7 Jahren. Die Schweizer geben allerdings auch 10,7% des Bruttonationaleinkommens für Gesundheit aus. Nur in den USA und Frankreich sind die Ausgaben noch höher.
In keinem OECD-Land arbeitet ein höherer Anteil der Bevölkerung als in der Schweiz: 79,2% der Schweizer im erwerbsfähigen Alter haben einen Job. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,2% am viert-niedrigsten hinter Norwegen, Korea und den Niederlanden. Die Schweizer gehen auch etwas später in Rente als der OECD-Schnitt.
Die Schweiz hat nach Luxemburg und Israel den dritthöchsten Anteil an Migranten. Jeder vierte Bewohner der Schweiz ist nicht im Land geboren. Im OECD-Mittel sind es 11,7% der Menschen.
Schweizer sind hilfsbereit: 55% aller Schweizer haben im Monat vor der Befragung entweder einen Freiwilligendienst verrichtet, Geld gespendet oder einem Fremden geholfen. Im OECD-Durchschnitt zeigten nur 39% der Menschen ein ähnlich soziales Verhalten.
Schweizer haben Vertrauen in ihre Institutionen: Auf einem Index von null bis hundert erreicht die Schweiz 71 Punkte. Übertroffen wird sie von den nordischen Ländern. Am untersten Ende der Vertrauensskala befindet sich Mexiko.
Keine gute Falle macht die Wiege der Demokratie in Sachen Wahlbeteiligung, die laut OECD-Statistik 48% lag (wie in den USA). In Belgien, Luxemburg und Australien lag sie bei über 90%.
dl

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