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Bern (awp/sda) - Aus Sicht von Preisüberwacher Stefan Meierhans sollte die Schweiz bei den Medikamentenpreisen mittelfristig zum System von Festpreisen übergehen. Damit könnte laut Meierhans "ein hoher dreistelliger Millionenbetrag" eingespart werden.
Im Gegensatz zu heute hätte beim Festpreis-Modell nicht mehr jedes einzelne Medikament einen Preis. Neu würde nur noch der Maximalbetrag pro Wirkstoff festgelegt werden, der von den Krankenkassen vergütet werden muss, schlägt Preisüberwacher Stefan Meierhans in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag" vor.
Das Modell orientiert sich an Erfahrungen in Deutschland. Dabei werde der Festpreis Jahr für Jahr aufgrund der am Markt beobachteten Preise neu festgelegt. So ergebe sich "insgesamt eine Art Spirale nach unten": Die Preise würden sinken, bis ein fairer Mindestpreis erreicht sei, ist Meierhans überzeugt.
Die Pharmafirmen könnten selber entscheiden, ob sie sich an den Fixpreisen orientieren wollten oder nicht. Das System schaffe trotzdem Anreize zu Preissenkungen, weil der Wettbewerb gefördert werde. Die Patienten ihrerseits behielten die Wahlfreiheit, müssten aber eine allfällige Differenz zum Festpreis selber berappen.
Seit dem 1. März gelten in der Schweiz bereits zum Teil tiefere Medikamentenpreise, wovon sich der Bund Einsparungen von 400 Mio CHF verspricht. Im Rahmen der dringlichen Massnahmen gegen die hohen Gesundheitskosten waren die Preise von 2000 Medikamenten unter die Lupe genommen und mit den Preisen in anderen Ländern verglichen worden.
Bei mehreren hundert Medikamenten kam es in der Folge zu Preissenkungen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) räumte aber darauf ein, dass einige Medikamente auch teurer geworden sind. Eine regelmässige Überprüfung ist alle drei Jahre vorgesehen.
Die Preissenkungen hinterlassen Spuren in der Pharmabranche. So schrumpften die Absatzzahlen für den Medikamentenmarkt im ersten Halbjahr 2010 um 0,7% auf 2,39 Mrd CHF, wie die Vereinigung der Pharmafirmen in der Schweiz (vips) am Samstag mitteilte.
Fürs ganze Jahr erwartet die Branche ein Minus von 1 bis 3%. Rückläufig war allerdings auch die Zahl der verkauften Medikamente: Im ersten Halbjahr 2010 wurden noch 101 Mio Packungen verkauft - das sind 400'000 weniger als im ersten Halbjahr 2009.
uh

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