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Bern (awp/sda) - Die momentane Wetterlage in der Schweiz mit wenig Wind und keinem Regen ist angesichts der aus Japan über den Globus ziehenden radioaktiven Wolke günstig. Die Wolke dürfte demnach eher über den Norden Europas ziehen und die Schweiz verschonen.
Dies sagte Pierre Eckert von MeteoSchweiz am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die aus dem AKW in Fukushima ausgeströmten radioaktiven Partikel seien in Richtung Pazifischer Ozean davongezogen, und "je weiter sie ziehen, desto mehr lösen sie sich auf".
Auf jeden Fall führe die aktuell herrschende Hochdruckzone dazu, dass die Winde - und damit die in Europa zu erwartenden radioaktiven Emissionen von Fukushima - eher über den Norden Europas zögen. Zudem sei bis Ende Woche kein Regen zu erwarten, der die Atmosphäre auswaschen und die radioaktiven Partikel auf den Boden bringen könnte.
"Es besteht also zur Stunde kein Anlass zu wirklicher Sorge", sagte der Meteorologe. Gleichzeitig unterstrich er jedoch, dass die Informationen aus Japan sehr lückenhaft blieben, insbesondere betreffend die Quantität der radioaktiven Emissionen und wie hoch diese in die Atmosphäre gelangen.
Die Situation könnte kritischer werden, wenn das AKW in Fukushima noch lange Zeit radioaktive Substanzen ausstossen würde, denn diese sammelten sich in der Atmosphäre. Pierre Eckert wartet auch auf Informationen zu allfällig erhöhter Radioaktivität in Nordamerika, wo die Wolke aus Japan vor Europa eingetroffen ist.

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