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CH/Schreiner und Elektroinstallateure für CO2-Reduktion im Inland

Bern (awp/sda) - Das geplante CO2-Gesetz findet in der Wirtschaft auch Befürworter. Gebäudetechniker, Elektroinstallateure und andere Vertreter von Branchen, die in der Gebäudesanierung tätig sind, stehen hinter der CO2-Reduktion im Inland. Sie stellen sich gegen die Grossverbände.
Die vereinigten Verbände der Gebäudehülle und des Ausbaugewerbes (GAG) geben sich überzeugt: Wenn CO2-Reduktionen im Inland stattfinden, lohnt sich das für die Volkswirtschaft. Das zeigten Studien, hielten Vertreter von fünf Verbänden am Freitag in Bern vor den Medien fest.
Bei rund 1,5 Millionen Gebäuden, die sanierungsbedürftig seien, gebe es ein "enormes CO2-Reduktionspotenzial" in der Schweiz, sagte Alfons Kaufmann, Präsident der GAG und des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmerverbandes. Die KMU in der Sanierungsbranche könnten dieses Potenzial wahrnehmen. Es brauche dazu aber gesetzliche Anreize wie die Verpflichtung zur Reduktion im Inland.
Die ausschliessliche Reduktion mit Klimaschutz-Massnahmen im Inland hiess in der Frühjahressession der Ständerat gut. Zuvor hatte sich schon der Nationalrat dafür ausgesprochen. Das komplette Gesetz ist aber im Parlament noch hängig.
Mehrere Wirtschaftsverbände, unter ihnen der Dachverband economiesuisse, wollten den Entscheids zu den Reduktionszielen korrigieren, halten die Verbände fest. Für die Verbände ist das "politisch fragwürdig". Das Parlament habe entschieden, dass es die Wertschöpfung im Inland fördern wolle.
Nebst der Sanierung werben die Verbände auch für mehr Effizienz beim Stromkonsum: Würden Wärmepumpen anstelle von Elektro-Widerstandsheizungen eingesetzt, spare dies Strom im Umfang der Produktion eines AKW, hiess es weiter im Communiqué.
In der Wirtschaft herrscht Uneinigkeit über das CO2-Gesetz: Die Branchen, die von der Inlandreduktion profitieren würden, sind dafür. Dagegen hatte die Energieagentur der Wirtschaft (EnAW), welche der economiesuisse-Chef Pascal Gentinetta präsidiert, am Dienstag das Vorhaben kritisiert. Der Staat verordne Ziele, ohne auf die Möglichkeiten der Firmen Rücksicht zu nehmen.
In der Vereinigung GAG sind die Verbände der Maler, Gipser, Schreiner, Möbelfabrikanten, Holzbau-Unternehmen und Gebäudetechniker vertreten.
cf

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