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Bern/Basel (awp/sda) - Nach der Krise normalisiert sich die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zusehends. Die Kurzarbeit wird deutlich zurückgefahren, und die Beschäftigung nimmt zu. Gleichzeitig steigt die Produktion. Damit erhöht sich die Arbeitsproduktivität langsamer.
Der von BAK Basel Economics im Auftrag der Nachrichtenagentur SDA berechnete Stundenproduktivitätsindex erreichte im zweiten Quartal 2010 einen Stand von 130,5 Punkten. Das entspricht einer Zunahme von 0,4% gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal hatte das Wachstum 0,7% betragen.
Im Vorjahresvergleich zeigt der SDA/BAK-Index für das zweite Quartal ein kräftiges Produktivitätswachstum von 2,5%. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Produktivität in der Vorjahresperiode um satte 2,8% eingebrochen war. Denn trotz des kräftigen Nachfrageeinbruchs hielt sich der Stellenabbau in Grenzen.
Die Experten von BAK Basel Economics rechnen angesichts der weiter voranschreitenden Normalisierung auf dem Arbeitsmarkt und einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Dynamik für die kommenden Quartale mit schwächeren Produktivitätsgewinnen zum Vorjahr. Eine rückläufige Produktivitätsentwicklung erwarten sie aber nicht, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.
Im vergangenen Jahr war die Produktivität um 1,6% gesunken, nachdem sie 2008 stagniert hatte. Negative Werte gab es auch in den Jahren 2003 (-0,6%) und 1999 (-0,8%). Vom ersten Quartal 1994 bis zum ersten Quartal 2010 erhöhte sich die reale Stundenproduktivität insgesamt um 20,0%. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 0,3% pro Quartal.
Die Arbeitsproduktivität misst die Effizienz, mit der der Faktor Arbeit im Produktionsprozess eingesetzt wird. Die Experten von BAK Basel Economics berechnen die reale Stundenproduktivität, indem sie die Wirtschaftsleistung, also das reale Bruttoinlandprodukt, durch die Zahl der dafür eingesetzten Arbeitsstunden dividiert.
mk

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