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CH/Seco: Tourismus erwartet weniger Gäste im Sommer wegen schwachem Euro

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 11:16 publiziert

Bern (awp/sda) - Der schwache Euro vermiest der Schweizer Hotellerie die Sommersaison: 0,7% weniger Gäste als letztes Jahr dürften zwischen Mai und Oktober in Schweizer Hotelbetten nächtigen. Erst 2012 erwarten die Experten wieder deutlich mehr Touristen.
Schon der letzte Sommer war für den Schweizer Tourismus schlecht verlaufen (-3,8%). Im gesamten Tourismusjahr (November 2008 bis Oktober 2009) verzeichnete die Branche ein Minus von 4,7%.
Die trüben Aussichten für die nächsten Monate resultieren vor allem aus der schwachen ausländischen Nachfrage: 1,2% weniger ausländische Touristen erwarten die Ökonomen von BAK Basel.
Aus Ländern mit dem Euro dürften rund 5% weniger Gäste anreisen. Neben der schwachen Euro-Währung dämpfen die hohe Arbeitslosigkeit und die Schuldenprobleme die Reisefreude im Ausland.
Die Nachfrage aus der Schweiz wird voraussichtlich stabil bleiben (-0,1%), wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag weiter mitteilte. Einen Lichtblick bieten die US-Amerikaner: Wegen den Passionsspielen im bayrischen Oberammergau rechnet das BAK Basel mit rund 250'000 mehr Übernachtungen von Amerikanern in der Schweiz.
In der vergangenen Wintersaison konnte die Hotellerie dank der starken Nachfrage aus der Schweiz ähnlich viele Betten füllen wie im Jahr davor (+0,2%). In den Hotels nächtigten 1,3% mehr Schweizer Gäste.
Allerdings gab es nur in den grossen Städten von November bis April eine bessere Belegung - die Bergregionen verzeichneten Rückgänge zwischen 0,2 und 2,8% (Wallis).
Für die kommende Wintersaison erwartet das BAK Basel 1,1% weniger Übernachtungen. Für den Sommer 2011 stellt es ein Plus von 0,2% und für das Tourismusjahr 2012 ein Steigerung um 1,8% in Aussicht.
Die Bergbahnen könnten im Tourismusjahr 2010 das "herausragende" Ergebnis vom Vorjahr nicht mehr erreichen, teilte das SECO weiter mit. Die Verkehrserträge dürften um 5,2 Prozent sinken. Auch im 2011 müssen die Bahnen mit einem leichten Rückgang rechnen, während sie 2012 gemäss Prognose 1,7% mehr Verkehrsumsätze erzielen werden.
cf

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