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Interlaken (awp/sda) - Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat neue Anstrengungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel angekündigt. Bis Anfang 2012 solle ein entsprechender Massnahmenkatalog vorliegen, sagte Schneider-Ammann am Donnerstag zum Auftakt des Swiss Economic Forum in Interlaken.
Dank der Personenfreizügigkeit mit der EU sei die Lage für Schweizer Unternehmer zwar tragbar, sagte Schneider-Ammann: Fachkräfte könnten heute relativ leicht im Ausland rekrutiert werden. Doch es sei zu riskant, die zunehmende Nachfrage weitgehend durch Zuwanderung befriedigen zu wollen.
"Ich will, dass Schweizer Unternehmen künftig vermehrt gut ausgebildete Mitarbeiter im Inland rekrutieren können", betonte der Wirtschaftsminister. Deshalb habe er eine Fachkräfte-Initiative lanciert.
In einer ersten Phase entwickle eine interne Task Force eine Strategie gegen den Fachkräfte-Mangel für die nächsten zehn Jahre. Denkbar sei zum Beispiel, gut ausgebildete Frauen, die heute vielfach Teilzeit arbeiten, besser in den Arbeitsprozess zu integrieren.
In der zweiten Phase will Schneider-Ammann im Herbst zum Runden Tisch mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft laden. In der dritten Phase werde der Bundesrat spätestens Anfang 2012 die überarbeitete Fachkräfte-Strategie diskutieren.
Schneider-Ammann sprach sich in Interlaken auch nachdrücklich für offene Märkte aus. Dabei seien Marktöffnungen via WTO "der Königsweg für eine mittelgrosse Wirtschaftsmacht wie die Schweiz".
Doch leider sei zu befürchten, dass die Doha-Runde bis Ende Jahr nicht abgeschlossen sei. Dadurch gewännen der bilaterale Weg mit der EU und die Freihandelsabkommen mit anderen Partnern an Bedeutung. So wolle er die im Januar eröffneten Verhandlungen mit China bis Ende 2012 abschliessen.
Der Wirtschaftsminister bekräftigte schliesslich seine Haltung in der Energiepolitik. Ein sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie sei "weder machbar noch für die Wirtschaft verkraftbar". Schliesslich müssten nicht nur die fünf Schweizer AKWs stillgelegt, sondern auch alle Kernenergie-Verträge mit Frankreich annulliert werden.
Für die künftige Energiepolitik stünden drei Punkte im Vordergrund, sagte Schneider-Ammann: Die Versorgungssicherheit müsse stets gewährleistet sein, der Preis der Kilowattstunde müsse "attraktiv" sein und der hohe Eigenversorgungsgrad müsse aufrecht erhalten bleiben.
Das 13. Swiss Economic Forum in Interlaken steht unter dem Motto "Potenziale entdecken". 1250 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft diskutieren bis Freitagabend auch über die stockende Konjunktur in den USA, die Eurokrise und die boomenden Märkte in Asien.
Zu den bekanntesten Referenten gehören dieses Jahr der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle und Shell-Chef Peter Voser. Auch der "Held vom Hudson River", US-Pilot Chesley B. Sullenberger, wird am Freitag in Interlaken erwartet.
dl

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