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Bern (awp/sda) - Die Radio- und Fernsehprogramme der SRG SSR idée suisse berichten kaum über die jeweils anderen Sprachregionen. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) durchführen liess.
Die Radio- und Fernsehprogramme seien sehr stark auf die eigene Sprachregion fixiert, schreibt das BAKOM in einer Mitteilung. Das Bundesamt lässt seit 2008 durch wissenschaftliche Institute die Programme analysieren, nach den Qualitätsvorgaben des Bundesrates. Am Dienstag hat es die ersten Berichte veröffentlicht.
Grundsätzlich attestieren die Autoren den SRG-SSR-Programmen eine hohe Qualität und Professionalität: Die Programme wiesen einen hohen Anteil an politischer Berichterstattung auf, die einzelnen Themen würden vielseitig und aktuell dargestellt.
Die Autoren zeigen jedoch auch Schwachstellen auf. Beim Radio wird bemängelt, dass die Informationsquellen teilweise nicht offengelegt werden. Zudem würden in den Nachrichtensendungen zu selten unterschiedliche Meinungen und Perspektiven zu einem bestimmten Sachverhalt aufgezeigt.
Bei der Fernsehunterhaltung bemängelt die Studie, dass sich die Macher zu wenig an eigenen Qualitätsstandards orientierten. Sie begnügten sich mit der Abgrenzung zu schlechten Beispielen aus dem Angebot der kommerziellen Sender.
Was die Fernseh-Shows betrifft, kommmen die Autoren gar zum Schluss, dass sich die SRG-SSR-Programme wenig von der kommerziellen und ausländischen Konkurrenz unterscheiden. Lediglich in der Sparte Reality TV sei im Vergleich mit der privaten Konkurrenz eine Zurückhaltung zu beobachten.
Die Untersuchung beinhaltet auch eine Publikumsbefragung, durchgeführt vom Institut Demoscope. Sie ergab, dass die Mehrheit des Publikums mit den Programmen des öffentlichen und privaten Rundfunks ziemlich oder sehr zufrieden ist.
Das Radio schnitt mit rund 70% Zufriedenen leicht besser ab als das Fernsehen mit 60%. Mit den Programmen des Privatfernsehens zeigten sich nur 53% der Befragten zufrieden.
Die Zufriedenheit hängt am stärksten mit der Bewertung des Unterhaltungswertes eines Programms zusammen. Ausgewogenheit ist für das SRG-Publikum deutlich weniger wichtig, aber wichtiger als der Informationsgehalt.
Die Professionalität hat einen eher kleinen Effekt auf die Zufriedenheit mit einem Programm. Sie werde als selbstverständlich vorausgesetzt, halten die Autoren fest. Keine signifikante Rolle für die Zufriedenheit spielt die Glaubwürdigkeit.
Im Sommer werden Berichte zu den privaten Radio- und Fernsehsendern mit Leistungsauftrag veröffentlicht.
mk

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