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CH/Stabiler Bierabsatz im Braujahr 2008/09 (AF)

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 17:50 publiziert

(Meldung komplett umgeschrieben und ergänzt)
Zürich (awp/sda) - In einem Jahr ohne Fussball-Grossereignis wird in der Schweiz nicht weniger Bier gezapft: Die Brauereien setzten im Braujahr 2008/09 (per Ende September) mit 4,48 Mio Hektolitern praktisch gleich viel des Gerstensafts ab wie im Vorjahr (-0,1%).
Insbesondere die warmen und sonnigen Monate April, August und September trugen zu diesem stabilen Absatz bei, wie es im Communiqué des Schweizer Brauerei-Verbands vom Montag heisst.
"Das Wetter beeinflusst den Bierkonsum stark", erklärte Verbandsdirektor Marcel Kreber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Gute Monate schlagen sich sofort positiv im Ergebnis nieder."
Die Konsumentinnen und Konsumenten griffen verstärkt nach ausländischen Marken: Importierte Biere machten 20,5% des Marktes aus (Vorjahr 19,2%).
Der Anteil des im Inland produzierten Biers sank von 80,8 auf 79,5%. Ein Rolle spielen könnte bei diesem anhaltenden Trend die Bierwerbung im Fernsehen, die Schweizer Brauereien zurzeit noch verwehrt ist, vermutet Kreber.
Möglicherweise bevorzugten zurzeit auch viele Bierliebhaber wegen der schlechten Wirtschaftslage günstigere Importbiere. Einen Einfluss haben könnte laut dem Direktor auch die vielen Zuzüger aus EU-Ländern, wenn sie ihren heimatlichen Gebräuen treu blieben.
Exportieren konnten die Schweizer Brauereien im vergangenen Braujahr deutlich weniger, die Ausfuhren sanken um über ein Viertel auf 51'594 Hektoliter. Allerdings entspricht dies lediglich 1,4% der inländischen Produktion.
Nächsten Sommer wird während der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika viel Bier durch Schweizer Zapfsäulen fliessen. Wenn das Wetter mitspiele, dürfte dieser Effekt zu spüren sein, sagt Marcel Kreber, wenn auch nicht sehr stark. "Der Bierkonsum hat sich in der Schweiz bei 55 bis 58 Liter pro Kopf eingependelt."
Dem Schweizer Brauerei-Verband gehören 16 Unternehmen mit 19 Braustätten an. Sie decken rund 98% der inländischen Bierproduktion ab. Die Brauwirtschaft hat nach eigenen Angaben insgesamt einen Umsatz von gegen 1 Mrd CHF erzielt.
Für rund zwei Drittel des Schweizer Biermarkts kommen die Carlsberg-Tochter Feldschlösschen und Heineken (Eichhof) auf.
cc

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