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Bern (awp) - Im Schweizer Strommarkt dürften sich zahlreiche Grosskunden an den Milliarden-Investitionen für neue Kraftwerke beteiligen. "Ein relevanter Teil der Energieverbraucher wird versuchen, den Strombedarf durch eigene Produktionskapazitäten zu decken", sagte Ralf Schlaepfer, Leiter des Branchensektors Energie und Versorgung beim Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) Schweiz, am Dienstag beim Stromkongress in Bern.
Gemäss einer PwC-Studie zum Schweizer Energiemarkt 2011, die zusammen mit dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) entstanden ist, erwägen 11% der Grosskunden einen Kauf von Kraftwerks-Anteilen. Dies auch, um sich vor einem möglichen Anstieg der Strompreise abzusichern. Ein Grossteil der Befragten rechnet mit einem Preisanstieg von bis zu 20%, wie es weiter hiess.
In der Studie werden Unterschiede in der Auffassung der Stromversorger und der Grosskunden deutlich. So erwarten nur wenige Energieversorger bei ihren Grossabnehmern einen Lieferantenwechsel. Diese gehen hingegen zur Hälfte davon aus, den Anbieter zu wechseln. Dies sei eine dramatisches Fehlurteil, betonte Energie-Experte Schlaepfer. Auch schätzten die Stromunternehmen die Zufriedenheit ihrer Kunden überoptimistisch ein.
Atomenergie dürfte auch weiterhin eine Rolle in der Schweiz spielen: 80% der Anbieter und 60% der Kunden gehen davon aus, dass die Bevölkerung in fünf bis zehn Jahren die Stromproduktion mit Kernkraftwerken befürworten wird. Im Bereich erneuerbare Energie gilt die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) nur für die Hälfte der Befragten als geeignetes Anreizsystem für die Technologien.
Mit Blick auf die für 2015 anstehende Revision des Strommarktgesetzes (StromVG) rechnen 93% der Stromanbieter mit einem Wechsel von der Kosten- zur Anreizregulierung. "Das ist sehr überraschend", so Schlaepfer. Die Arbeit der Eidg. Elektrizitätskommission (ElCom) wird von den Stromunternehmen unterdessen positiver wahrgenommen als noch 2009.
In der stark fragementierten Versorgerlandschaft ist auch die Konsolidierung weiterhin ein Thema. Davon geht eine Mehrheit der Befragten aus. Mit 41% glauben deutlich mehr Energieversorger als früher, dass die Konsolidierung ihr eigenes Unternehmen betreffen wird.
In der Studie wurden Aussagen von 118 Führungskraften aus dem Schweizer Energiemarkt ausgewertet.
cc/ps

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