Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

(Um weitere Angaben aus der Medienkonferenz ergänzt)
Zürich (awp) - Die privaten Versicherer in der Schweiz hätten sich im vergangenen Jahr trotz Finanzmarktkrise behaupten können und sich krisenfest gezeigt. So lautete das Fazit des Präsidenten des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) Erich Walser am Mittwoch vor den Medien in Zürich.
Während im Jahr 2009 gemäss SVV-Schätzungen die Prämieneinnahmen in der Schadenversicherung gestiegen sind, erwartet der Verband in der Lebensversicherung einen Prämienrückgang. Die Erfolgsrechnungen der Versicherer dürften sich positiv entwickelt haben.
In der Schadenversicherung - ohne das Unfall- und Krankenversicherungsgeschäft der Krankenkassen - rechnet Walser mit einem Wachstum des Prämienvolumens von 0,7% auf rund 21,5 Mrd CHF. Dabei hätten sich die Prämien in den verschiedenen Sparten unterschiedlich entwickelt.
In der Motorfahrzeugversicherung habe der bereits intensiv geführte Wettbewerb noch zugenommen und die Prämieneinnahmen seien sowohl in der Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung als auch in der Motorfahrzeug-Kaskoversicherung leicht zurückgegangen. Total sanken die Einnahmen um 0,4% auf 5,4 Mrd CHF. Mit ein Grund dafür sei der Nachfrage-Rückgang nach "grösseren und stärkeren Autos".
In der Sparte Feuer-, Elementar- und Schadenversicherung stieg das Volumen dagegen um 1,0% auf geschätzte 3,6 Mrd CHF. Hier habe die Zunahme von versicherten Werten zum Anstieg geführt, sagte Walser weiter.
In der Unfallversicherung erwartet der SVV gar einen Einnahmenanstieg um 1,8%. Im Jahr 2009 sei der Dienstleistungssektor noch gewachsen, was zu einem deutlichen Anstieg um 4,6% in der Nichtberufsunfallversicherung geführt habe, so die Begründung. Zudem habe die höhere Anzahl von Freizeitunfällen Prämienerhöhungen nötig gemacht.
In der Lebensversicherung spürten die Gesellschaften die Finanzmarktkrise stärker als in der Sachversicherung. Insgesamt sanken die Einnahmen in diesem Bereich um 2,6% auf 28,9 Mrd CHF. Hauptgrund dafür ist der Volumenrückgang im Kollektivlebengeschäft um 3,6% auf 19,9 Mrd CHF, währenddem in der Einzellebenversicherung die Einnahmen um 0,3% auf 9,0 Mrd CHF leicht gestiegen sind.
Gemäss Erich Walser ist der Einbruch in der Kollektivlebenversicherung nicht besorgniserregend. Während der Finanzmarktkrise seien viele (teil)autonom organisierte Pensionskassen in Unterdeckung gekommen, was einen Wechsel in eine von Lebensversicherer betriebene Sammelstiftung im Vollversicherungsmodell erschwert habe. Vor einem solchen Wechsel müssten die Unternehmen nämlich entweder die Unterdeckung ausfinanzieren oder aber diese den überobligatorischen Altersguthaben der Versicherten belasten. Dies sei in Krisenzeiten für viele ein Ding der Unmöglichkeit, so Walser.
Der Anstieg im Einzellebengeschäft wertet Walser mit Blick auf die niedrigen Kapitalmarktzinsen als Erfolg. Das Volumen bei mit Einmalprämien finanzierten fondsgebundenen Produkten ging um 23% deutlich zurück, dagegen stieg die Nachfrage bei fondsgebundenen Einzellebenversicherungen mit periodischen Prämien um 4,6% an.
In den Erfolgsrechnungen 2009 der Schweizer Privatversicherer erwartet der SVV gute technische Ergebnisse. Die Schweiz sei bis auf den Hagelzug vom 23. Juli von Grossschadenereignisse weitgehend verschont geblieben. Der Hagel habe der Industrie versicherte Schäden im Umfang von 438 Mio CHF beschert. Die gute Entwicklung an den Kapitalmärkten werde sich aber positiv auf die Ergebnisse auswirken.
An die Adresse der Politik richtete der SVV die Forderung nach der Abschaffung der Stempelsteuer. Gerade in Tiefzinsphasen zeige diese ihre schädliche Wirkung, hiess es. Ausserdem forderte Walser mit Blick auf die Ausweitung der Versicherungstätigkeit von staatlichen Unternehmen, wie bei der Berner Gebäudeversicherung oder der SUVA, für alle Wettbewerber die gleichen Spielregeln.
Zudem betonten die Versicherer, wie wichtig für sie die Senkung des BVG-Mindestumwandlungssatzes ist, über den das Stimmvolk am 7. März entscheiden wird. Die derzeitige Quersubventionierung der Altersrente zulasten der Erwerbstätigen sei systemfremd und gefährde langfristig die finanzielle Sicherheit der Vorsorgeeinrichtungen, so der SVV.
mk/ch

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???