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(Mitteilung nach Medienkonferenz umgeschrieben und erweitert)
Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen sehen sich mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Die Auswirkungen der tiefen Zinssätze an den Kapitalmärkten auf die Finanzierungssituation und den Deckungsgrad, die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten sowie neue Vorschriften und Gesetze seien Herausforderungen für die Vorsorgeeinrichtungen, hiess es heute Mittwoch am Mediengespräch der Swisscanto Gruppe in Zürich. Dazu kommen noch die Folgen der demografischen Veränderungen und auch die jüngst bekannt gewordenen Betrugsfälle.
Die Verbesserung des Deckungsgrads vom vergangenen Jahr hat sich 2010 nicht fortgesetzt. Die Mehrheit der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen weist zwar weiterhin eine positive Deckung auf, aber die Wertschwankungsreserven sind ungenügend.
So hat sich seit Ende 2009 hat der Deckungsgrad der Pensionskassen wieder verschlechtert, nachdem sich die Lage im vergangenen Jahr verbessert hatte. Der ungewichtete Deckungsgrad der am AWP/Complementa Risiko Check-up teilnehmenden 418 Pensionskassen sank bis im Juni 2010 gegenüber Ende 2009 um 1,3 Prozentpunkte auf 103,0%. Dabei ging der Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen um 1,2 Prozentpunkte auf 105,2% und jener der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen um 1,1 Prozentpunkte auf 91,5% zurück.
Die Umfrageteilnehmer würden rund 70% der Deckungskapitalien bzw. ca. 63% der Leistungsberechtigten umfassen, hiess es. Per Ende September dürfte sich an dieser Situation gemäss Michael Brandenberger, CEO der Complementa Investment-Controlling AG, nichts verändert haben.
Gemäss Othmar Simeon, Leiter der Personalvorsorgeberatung von Swisscanto, streben die meisten in der Pensionskassenstudie befragten Einrichtungen eine Sollrendite von 3,9% an. Mit dieser Rendite lasse sich der aktuelle Deckungsgrad beibehalten. Soll der Deckungsgrad erhöht werden bzw. sollen noch Wertschwankungsreserven aufgebaut werden, steige das Renditeziel auf 4,7%.
Angesichts des tiefen Zinsumfeldes mit beispielsweise einer Rendite von rund 1,30% auf dem 2,25%/2020-Eidgenossen seien die Kassen dazu gezwungen, höhere Risiken einzugehen, damit sie die Chance haben, die eingegangenen Leistungsversprechen auf Basis der gesetzlichen Parameter zu erfüllen, sagte Gérard Fischer, CEO von Swisscanto. "Eine Abkehr von der bestehenden Rentengarantie ist heute politisch kaum machbar, obwohl die Kapitalerträge aufgrund der tiefen Zinsen ungenügend sind und damit die erforderlichen Sollrenditen nicht erreicht werden können." Wenn die Kurssteigerungen auf den übrigen Anlagen wie Aktien nicht deutlich höher ausfielen, würden Leistungsanpassungen unumgänglich sein, so Fischer.
Schwierig werde die Situation für jene Pensionskassen, die noch in Unterdeckung seien. Dies trifft gemäss Fischer auf rund 16% der privaten Vorsorgeeinrichtungen zu. Es würden mehrere Vorschläge vorliegen, um die bestehenden Rentengarantien zu lockern. Dazu gehöre beispielsweise auch die Aufteilung der Renten in einen Basis- und Überschussanteil. Die Höhe des Letzteren schwankt je nach Anlageergebnis.
Vor diesem Hintergrund macht sich Peter Bänziger, Leiter Asset Management und Chief Investment Officer von Swisscanto, für eine dynamische "Target - Risk"-Anlagestrategie stark. Dabei sollen, im Gegensatz zu heute häufig verfolgten statischen Anlagestrategien, in einem "sicheren Umfeld" mehr Risiken eingegangen werden, diese dafür bei schlechten Marktverhältnissen gesenkt werden. Anhand einer "Target Risk 5%"-Strategie errechnet Bänziger in einem historischen Vergleich zum Pictet-BVG-25-Index für die Periode 31.12.1999-31.08.2010 u.a. eine jährliche Performance von 4,00% gegenüber von 2,58%.
rt/mk

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