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CH/Swissmetro: ETH Lausanne soll das Projekt übernehmen

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 19:20 publiziert

Lausanne (awp/sda) - Die Swissmetro AG will alle Rechte am Projekt eines unterirdischen Transportsystems in der Schweiz der ETH Lausanne übergeben. Das Projekt sei in absehbarer Zeit nicht realisierbar, teilte Swissmetro am Montag mit.
Der Swissmetro-Verwaltungsrat beantragt der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. November, die Aktiengesellschaft aufzulösen. "Eine Aktiengesellschaft verursacht relativ hohe Kosten", argumentierte Pierre Triponez, Präsident von Swissmetro. Solange man nicht geschäftlich tätig sei, lohne es sich nicht, Geld auf diese Weise zu verbrauchen.
Das Projekt soll der ETH Lausanne übergeben werden. Ziel dabei sei, dass dieses im Sinne von Swissmetro weiter geführt werde, so der Berner FDP-Nationalrat Triponez. Die Verhandlungen mit der ETH Lausanne seien im Gange.
Vor rund 30 Jahren wurde die Idee einer Swissmetro lanciert. Es handelt sich um eine magnetische Schwebebahn, die in einem Tunnel mit einer Geschwindigkeit von über 400 Kilometern pro Stunde verkehrt. Sie soll vor allem die Zentren der Schweiz verbinden. Die Reisezeit zwischen Bern und Zürich würde nur noch rund 12 Minuten dauern.
1992 erfolgte die Gründung der Swissmetro AG. Insgesamt wurden bis anhin 11 Mio CHF in das Projekt investiert, wobei der Bund knapp die Hälfte davon beisteuerte. 1997 reichte Swissmetro ein Konzessionsgesuch für die Strecke Lausanne-Genf beim Bund ein, welches jedoch laut Triponez auf Eis gelegt wurde. Auf Wunsch des Bundesrates liess Swissmetro zudem die Machbarkeit für die Strecke Basel-Zürich evaluieren.
Mittelfristig bestünden gute Chancen für die Realisierung des Projekts in der Schweiz, teilte demgegenüber der Verein Pro Swissmetro in einer Stellungnahme mit. Denn bereits heute stosse der Personen- und Güterverkehr auf dem Schienennetz an die Kapazitätsgrenze. Swissmetro könne dazu beitragen, "die Kapazitätsengpässe der Bahn auf nachhaltige Weise abzubauen".
Nächster Meilenstein sei nun die Umsetzung des Projekts "Swissmetro Pilotversuch Hagerbach", in dem ein Stück Swissmetro-Tunnel mit Fahrzeug im Massstab eins zu eins realisiert werden soll, schreibt der Verein.
ra

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