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Bern (awp/sda) - In der Schweiz grassiert das Lotto-Fieber: Für Lotterien und Wetten hat die Bevölkerung letztes Jahr 2,833 Mrd CHF ausgegeben - kaum weniger als im Rekordjahr 2008. Dies teilte das Bundesamt für Justiz am Donnerstag mit.
Der Lotterie- und Wettmarkt wächst seit Jahrzehnten, in den letzten Jahren ist er geradezu explodiert: Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Einsätze von 1,38 auf 2,83 Mrd CHF verdoppelt. Hinzu kommen die Milliarden, die jedes Jahr in den Schweizer Casinos aufs Spiel gesetzt werden.
Für Lotto und Wetten hatte die Schweizer Bevölkerung letztes Jahr pro Kopf 364 CHF eingesetzt. Und wer wagt, gewinnt auch: Rund zwei Drittel der Einsätze, nämlich 1,934 Mrd CHF, wurde als Gewinn den Spielern ausgezahlt.
Vom Bruttospielertrag flossen 545 Mio CHF an kantonale Lotterie- und Sportfonds sowie an verschiedene Sportdachverbände. Während die Abgaben der Casinos vor allem in die AHV fliessen, leisten die Lotterien damit einen wichtigen Beitrag zur Sport- und Kulturförderung in den Kantonen.
Mit Abstand das erfolgreichste Spiel ist inzwischen Euro Millions mit einem Verkaufsertrag von 453 Mio CHF, gefolgt vom Schweizer Zahlenlotto mit 392 Mio CHF. Zusammen kommen die Spiele von Swiss Lotto - Zahlenlotto, Swiss Lotto Plus, Joker und EXTRA-Joker - aber auf einen Umsatz von 547 Mio CHF.
Insgesamt verkaufen SWISSLOS und Loterie Romande in der Schweiz gut 90 Spiele. Eine Vielzahl davon werden ausschliesslich in der Romandie gespielt. Dort sind Lotterien und Wetten beliebter als in der Deutschschweiz, wo der Einsatz pro Kopf deutlich tiefer liegt. Hinzu kamen letztes Jahr rund 350 Lotterien von Privaten oder Vereinen, die insgesamt aber nur rund 6 Mio CHF umsetzten.
Am meisten zu gewinnen gab es im Schweizer Zahlenlotto: Ein Glückspilz hatte im September letzten Jahres 19,1 Mio CHF gewonnen. Im März dieses Jahres ist bereits ein Jackpot von 35,8 Mio CHF geknackt worden.
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