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Zürich (awp/sda) - Der Werkplatz Schweiz dürfte in den nächsten Jahren bei der Wettbewerbsfähigkeit international weiter an Boden verlieren. Neben der Schweiz werden auch alle westeuropäischen Länder, Japan und die USA zurückfallen, heisst es in einer Befragung des Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte.
Für den am Dienstag veröffentlichten "Global Manufacturing Competitiveness Index" wurden weltweit 400 Konzernchefs befragt, wie sie die Konkurrenzfähigkeit einzelner Industriestandorte heute und in fünf Jahren einschätzen. Nach Meinung der Führungskräfte fällt die Schweiz bis 2015 um vier Plätze auf Rang 18 zurück.
Wenig überraschend belegen Niedriglohnländer wie China, Indien und Südkorea in dem internationalen Ranking die vorderen drei Plätze. Auch in fünf Jahren sieht eine Mehrzahl der Umfrageteilnehmer diese Standorte an der Spitze.
Gleichzeitig zeichnet sich eine Gruppe von aufstrebenden Ländern ab, die bislang im Schatten der BRIC-Staaten standen, wie etwa Mexiko, Polen und Thailand. Diese drei Staaten werden 2015 in den Top-Ten erwartet.
Abnehmen wird dagegen nach Auffassung der Umfrageteilnehmer die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der USA, von Japan und Deutschland. Ähnlich sieht die Situation auch insbesondere für Tschechien, Grossbritannien, Irland, Italien und Belgien aus.
Die Studie begründet die sinkende Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder mit dem Strukturwandel in der Weltwirtschaft. Auffallend ist jedoch, dass kein Land so viele Plätze einbüssen dürfte, wie die Schweiz.
Die Schweizer Industrie könne trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken, wird Andrin Waldburger, Leiter des Bereichs Manufacturing bei Deloitte Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Schweizer Unternehmen hätten viel Potenzial. Sie sollten sich jetzt noch stärker spezialisieren und auf Bereiche konzentrieren, die ein hohes Mass an Fachwissen erfordern, wie zum Beispiel die Herstellung von High-end-Produkten oder die Entwicklung neuer Technologien.
Hier verfügen die Unternehmen laut Studie bereits über eine führende Position, die ihnen im internationalen Wettbewerb einen Vorteil verschafft. Ein stärkerer Wissenstransfer zwischen nationalen Forschungseinrichtungen, Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und Unternehmen sei aber nötig.
Auch die Gründung von Start-up-Unternehmen mit herausragenden Technologien sollte laut der Studie gezielter gefördert werden. Potenzial sieht Deloitte auch in der Vermarktung der Schweiz. Denkbar wäre eine Erweiterung des Gütesiegels "Made in Switzerland" und der Vertrieb von Produkten unter dem Label "Designed and Developed in Switzerland".
mk

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