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Zürich (awp) - Die Cham Paper Group hat im Geschäftsjahr 2010 stark unter dem starken Schweizer Franken gelitten und zudem stark steigende Rohstoffpreise absorbieren müssen. Obwohl der Umsatz nach dem Einbruch vom Vorjahr wieder stark gesteigert werden konnte, resultierte unter dem Strich ein Reinverlust.
Der Umsatz verbesserte sich nicht zuletzt dank der wirtschaftlichen Erholung in der Industrie um 8,6% auf 339,5 Mio CHF, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilte. Währungsbereinigt resultierte sogar ein Plus von 16,3%. In zahlreichen Segmenten habe die Gruppe Marktanteile gewinnen können, sagte CEO Peter Studer an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Zudem seien Preissteigerungen in grossem Umfang an die Kunden weitergegeben worden.
MASSIVE WÄHRUNGSEINFLÜSSE
Der Betriebsgewinn (EBIT) sank dagegen um 38,4% auf 8,4 Mio CHF, womit eine EBIT-Marge von 2,5% resultierte. Alleine die Währungseinflüsse hätten das Betriebsergebnis um rund 10 Mio CHF gedrückt, sagte Verwaltungsratspräsident Philipp Buhofer.
Um weitere 4,2 Mio CHF litt das Finanzergebnis unter dem Wechselkurs, zudem musste die Gruppe währungsbedingt Steuerverlustvorträge in der Höhe von 1,8 Mrd CHF abschreiben. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 1,8 Mio CHF nach einem Vorjahresgewinn von 15,9 Mio CHF bzw. von 9,1 Mio CHF aus fortgeführten Geschäften.
Das operative Ergebnis lässt nach Ansicht der Gruppe keine Ausschüttung einer ordentlichen Dividende im Rahmen der 2009 definierten Dividendenpolitik zu. In Anbetracht der "soliden Finanzlage, der hohen Cash-Bestände und der intakten Geschäftsaussichten" schlage der Verwaltungsrat eine Sonderausschüttung in Form einer steuerlich vorteilhaften Kapitalrückzahlung von 5,00 CHF je Aktie vor. Im Vorjahr wurden 12,50 CHF in Form einer verrechnungssteuerfreien Nennwertrückzahlung ausgeschüttet.
STRATEGIEKONZEPT ANGEKÜNDIGT
Die Währungssituation steht weiterhin im Fokus der Überlegungen der Gruppenleitung. Vom Umsatz der Cham Paper Group fallen laut Studer nur gerade 1% in Schweizer Franken an, dagegen 88% in Euro und 10% in Dollar. Von den Kosten fallen dagegen trotz Bemühungen der Gruppenleitung nur 60% in Euro an. Grösster Kostenblock in Schweizer Währung bleiben die Personalkosten in Cham, die rund 20% der Gesamtkosten ausmachen.
In der zweiten Jahreshälfte will das Verwaltungsrat ein detailliertes Gesamtkonzept für die weitere Strategie der Gruppe vorstellen. Dabei dürfte die Verstärkung im Euro-Raum wie auch eine Fokussierung auf höhermargige Produkte im Vordergrund stehen. Auch die Positionierung und Weiterentwicklung des Standortes Cham - das der CEO als "Rückgrat der Gruppe" bezeichnete - soll im Detail geprüft werden.
In der Entwicklungsplanung für die kommenden Jahre soll die Produktionskapazität im Werk im italienischen Condino will die Gruppe schrittweise erhöht werden, zudem wurde der strategische Ausbau des Werkes in Carmignano projektiert. Gleichzeitig werden alternativ strategische Produktionsallianzen im nördlichen Euro-Raum geprüft, während die Investitionen in China zurückgestellt worden sind.
VERBESSERUNG DER PROFITABILITÄT ERWARTET
Für das Jahr 2011 rechnet das Unternehmen "mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Nachfrage nach unseren Produkten". Auf der Basis eines budgetierten Euro-Kurses von 1,30 CHF soll eine erneute Volumensteigerung des Absatzes im "mittleren einstelligen Bereich" resultieren. Zudem rechnet VRP Buhofer mit einer Verbesserung der Profitabilität: Eine Rückkehr in das Zielband einer EBIT-Marge zwischen 5 und 12% sei "realistisch".
Der Analyst der Bank Vontobel bezeichnete das Ergebnis zwar "nicht zufriedenstellend", immerhin habe sich aber die zugrundeliegende Performance verbessert. Am leicht rückläufigen Aktienmarkt sank der Kurs der Aktie bis gegen 12 Uhr klar überdurchschnittlich um 3,8% auf 200 CHF.
tp/ps

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