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China und EU wollen Doha-Runde beschleunigen

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 10:00 publiziert

NANJING (awp international) - China und die Europäische Union wollen die festgefahrene Welthandelsrunde voranbringen. Auf dem EU-China-Gipfel am Montag in der ostchinesischen Stadt Nanjing hätten beide Seiten vereinbart, den Verhandlungsprozess in der Doha-Runde gemeinsam zu beschleunigen, sagte der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, auf dem parallel laufenden 5. Wirtschaftstreffen chinesischer und europäischer Unternehmer. Die Handelsrunde müsse zu einem "ambitionierten" Abschluss gebracht werden, sagte der europäische Ratspräsident.
In der Weltwirtschaftskrise werde der Ruf nach Protektionismus und dem Schutz von nationaler Wirtschaftsbereiche laut, beklagte Reinfeldt. "Das ist nicht der richtige Weg. Wir müssen genau in die andere Richtung gehen." Eine Liberalisierung des Handels und nicht Protektionismus seien entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao sprach sich auf dem Wirtschaftstreffen dafür aus, gerade in der Krise die Kooperation mit der Europäischen Union zu intensivieren.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterstrich vor den Unternehmern, dass die Europäische Union auch in der Finanzkrise ihre Märkte für Handel und Investitionen offen gehalten und keine protektionistischen Massnahmen ergriffen habe. Zuvor war der 12. EU-China-Gipfel in Nanjing zu Ende gegangen. Beide Seiten unterzeichneten fünf Abkommen zum Ausbau der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik, Umwelt und Energie sowie Handel. Bei der europäischen Forderung nach einer Aufwertung der chinesischen Währung, um Handelsungleichgewichte abzubauen, gab es hingegen keine Annäherung./lw/DP/dr

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