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(Mit weiteren Angaben zum Geschäftsverlauf, u.a. zu den Segmenten)
Boudry (awp) - Cicor hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2010 operativ einen Gewinn geschrieben und den Umsatz gesteigert. Nach Restrukturierungsmassnahmen sieht sich das Elektronikindustrie-Unternehmen gut aufgestellt, den Aufwärtstrend zu verfestigen und weiter zu wachsen. Zusätzliche Vertriebsstrukturen in Amerika und Asien sollen dazu beitragen. Für 2010 strebt das Unternehmen nachhaltig positive operative Ergebnisse an.
Der Umsatz stieg um 10,3% auf 88,4 Mio und der Auftragseingang um 20% auf 92,9 Mio CHF. Der EBIT verbesserte sich auf 0,9 Mio CHF nach einem operativen Verlust von 3,5 Mio CHF im Vorjahr, teilte die Gesellschaft am Freitag mit. Unter dem Strich resultierte ein auf 1,5 Mio CHF reduzierter Verlust nach 4,6 Mio CHF im Vorjahr.
Die Stärke des Frankens gegenüber dem Euro und den übrigen Hauptwährungen belasteten das Finanzergebnis. Weitere negative Währungseffekte konnte der Konzern nach eigenen Angaben dank der starken Präsenz mit Produktionsstätten im Euroraum und in Asien und dem Abgleich der Güterströme auf die Währungsräume verhindern.
Die Eigenkapitalquote lag bei 58,1% nach 59,1% im Vorjahr, Cicor sieht sich solide finanziert. Die Bilanzsumme betrug per Mitte Jahr 212,5 Mio CHF, gegenüber 211,7 Mio per Mitte 2009.
Die Division Printed Circuit Boards (PCB) steigerte den Umsatz um 27,3% auf 17,8 Mio CHF. Der operative Verlust wurde auf eine rote Null eingegrenzt. Erfreulich entwickelten sich insbesondere die Bereiche Medizin, Automobil, Halbleiter, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt sowie der Uhrensektor, schreibt Cicor.
Im Bereich Microelectronics (ME) sank der Umsatz um 10,1% auf 15,2 Mio CHF, das operative Ergebnis halbierte sich auf 0,9 Mio CHF. Im Bereich der klassischen Dünnschichttechnologie seien geplante Rüstungs- und Verteidigungsaufträge auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden, hiess es. Erfreuliche Verkaufstrends zeigten sich hingegen in den Sektoren Optoelektronik, Avionik und Industrieelektronik-Komponenten
Die Sparte Electronic Solutions (ES) steigerte den Umsatz um 8,0% auf 44,8 Mio CHF und erzielte ein positives Betriebsergebnis von 0,4 Mio CHF nach einem Halbjahresverlust von 0,8 Mio CHF im Vorjahr. Restrukturierungskosten wegen der Produktionsverlagerung und der Neuorientierung von Systel lagen bei 1,4 Mio CHF. Die Produktion in Europa ist künftig auf die zwei Standorte Bronschhofen (Schweiz) und Arad (Rumänien) fokussiert.
Der Ausbau der Vertriebsstrukturen in Asien und Amerika sei wichtige Basis für das zukünftige Wachstum, erklärte die Gesellschaft. Mit der Integration der Anfang 2010 vollständig übernommenen ESG mit Produktionsstätten in Singapur, Indonesien und Vietnam und der Schaffung der Asia Division sichere sich Cicor zudem einen wichtigen Brückenkopf im wachstumsstarken und zukunftsträchtigen asiatischen Raum. Die neue Asia Division verbesserte den Umsatz um 38,2% auf 11,0 Mio CHF. Das operative Ergebnis vervielfachte sich auf 0,9 Mio CHF.
In Amerika stärkte die Gruppe ihre Verkaufsorganisation mit neuen Distributionspartnern. Die neu eingeführte Dachmarkenstrategie gewährleiste zukünftig einen einheitlichen Auftritt und unterstütze das Angebot divisionsübergreifender Produkte und Dienstleistungen, so Cicor.
Mit der Zentralisierung der Führung auf divisonaler Ebene, der Straffung der betrieblichen Abläufe und der Einführung eines neuen Markenauftritts hätten Verwaltungsrat und Management gute Voraussetzungen geschaffen, den derzeit spürbaren Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr zu konsolidieren und das Wachstum fortzuführen.
Aktuell profitiere Cicor von einem freundlicheren Klima in den meisten Absatzmärkten und dem fortgesetzten Trend zur Auslagerung der Produktion von elektronischen Komponenten. Für 2010 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, die Stärkung der betrieblichen Ertragskraft zu konsolidieren und "nachhaltig positive operative Ergebnisse" zu erwirtschaften.
Mittelfristig rechnet Cicor mit einer steigenden Nachfrage vorab in den Bereichen Industrie, Medizin, Militär und Automobil, wobei die höchsten Wachstumsraten in Asien erwartet würden.
cc/ra

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