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Citigroup-Ausverkauf geht weiter: Telefonmarketing-Tochter bringt 1 Mrd USD

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 06:40 publiziert

NEW YORK/TOKIO (awp international) - Der staatlich gestützte Finanzkonzern Citigroup hat seine klamme Kasse wieder einmal durch einen Verkauf aufgebessert. Für die Beteiligung an der japanischen Telefonmarketing-Firma Bellsystem24 zahle der US-Finanzinvestor Bain Capital umgerechnet 1 Milliarde Dollar, teilte die Citigroup am Sonntag in New York mit. Bis Ende des Jahres soll das Geschäft über die Bühne gegangen sein. Die Citigroup hält 93,5 Prozent an Bellsystem24.
Die Citigroup gehört zu den Finanzkonzernen, die am schwersten von der Wirtschaftskrise getroffen wurden. Alleine im dritten Quartal fuhr das Institut einen Verlust von unterm Strich 3,2 Milliarden Dollar ein. Der Citigroup setzten vor allem faule Kredite zu, denn infolge der Krise können viele Schuldner ihre Raten nicht mehr zahlen. Ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht abzusehen.
Die Citigroup hängt massiv am Tropf der US-Regierung. Im Gegenzug für milliardenschwere Hilfen ist der Staat inzwischen mit rund einem Drittel an der Bank beteiligt. Um die dünne Kapitaldecke zu stärken und letztlich die Staatshilfen zurückzahlen zu können, trennt sich die Citigroup fortwährend von Beteiligungen. Alleine in Japan brachte ihr das bis jetzt umgerechnet mehr als 10 Milliarden Dollar ein./das

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