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(Meldung um Aussagen aus der Bilanzmedienkonferenz ergänzt)
Zürich (awp) - Die 22 Regionalbanken der Clientis Gruppe haben im Geschäftsjahr 2010 trotz dem schwierigen Marktumfeld den Bruttogewinn gehalten. Der Konzerngewinn fiel leicht über dem Vorjahr aus. Bei den Hypothekarausleihungen, dem Kerngeschäft der Clientis-Institute, resultierte ein Wachstum von 4,8%, das leicht über dem Marktdurchschnitt lag.
Der Gesamtertrag der Clientis-Banken bildete sich im vergangenen Geschäftsjahr um 0,4% auf 257,1 Mio CHF zurück, wie die Gruppe am Freitag mitteilte. Ursache war vor allem ein Rückgang im Handelsertrag. Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, stieg der Erfolg dank der höheren Volumen dagegen leicht um 0,3% auf 212,0 Mio CHF. Die Bruttozinsspanne habe sich wegen dem tiefen Zinsniveau und dem Wettbewerbsdruck leicht vermindert, sagte Finanzchef Roger Auderset.
Ihren Geschäftsaufwand reduzierten die Banken leicht um 0,6% auf 171,0 Mio CHF, obwohl sich der Personalaufwand wegen Neueinstellungen in der Kundenberatung erhöhte. Unter dem Strich resultierte gruppenweit ein um 0,1% höherer Bruttogewinn von 86,1 Mio CHF. Dank gesunkener Abschreibungen und Wertberichtigungen erhöhte sich der Konzerngewinn um 2,3% auf 57,5 Mio CHF.
Die Bilanzsumme der 22 Mitgliedsbanken lag - angeglichen um den Abgang einer Bank aus der Gruppe - mit 15,3 Mrd CHF um 3,0% über dem Vorjahr. Die Ausleihungen an die Kunden erhöhten sich um 4,3%. Davon entfielen 95% oder insgesamt 12,9 Mrd CHF (+4,8%) auf die Hypothekarausleihungen. Die Kundengelder stiegen demgegenüber mit einem Plus von 1,8% langsamer an.
Trotz dem starken Wachstum der Hypothekarausleihungen sehen die Clientis-Verantwortlichen für die eigenen Banken keine Gefahr einer Immobilienblase. Verwaltungsratspräsident Rolf Zaugg wies insbesondere darauf hin, dass die Clientis-Banken Ausleihungen praktisch ausschliesslich in den eigenen Geschäftsgebieten tätigten: "Also dort, wo unsere Institute die Kunden kennen und die Risiken abschätzen können."
Solide präsentiert sich die Eigenmittelsituation der Clientis-Institute mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von 205%: Dies sei mehr als das Doppelte des vorgeschriebenen Werts, betonte Finanzchef Auderset. Den-Basel III-Bestimmungen sehe die Gruppe gelassen entgegen: "Wir sind unbesorgt, auch die neuen Bestimmungen erfüllen zu können."
Für das laufende Jahr prognostiziert die Gruppe einem Bruttogewinn und einem Konzernergebnis auf der Höhe des Vorjahres. Allerdings werde der zu erwartende Wiederanstieg des Zinsniveaus einen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg haben, räumte Zaugg ein: So dürfte ein Teil der Spargelder relativ rasch wieder in höher verzinsliche Kassenobligationen und Wertschriften investiert werden, wogegen die tiefen Zinsen bei den Festhypotheken "noch einige Zeit" weiterliefen.
Geprägt werden die kommenden beiden Jahre allerdings auch von der Migration der Clientis-Banken auf die IT-Plattform Finnova im Rahmen der RBA-Gruppe. Ab 2013 erwartet die Clientis-Gruppe davon bedeutende Kostensynergien. Das Ziel sei es, die derzeit bei 66,5% liegende Cost-Income-Ratio dann auf einen Wert von unter 60% zu bringen, sagte Zaugg.
Bis 2013 will die Gruppe zudem ihre Strategie und die Positionierung der Clientis Banken einer Überprüfung unterziehen. Bereits klar ist etwa die Stossrichtung eines Ausbaus des Anlagegeschäfts. Insgesamt wolle man den Anteil des indifferenten Geschäfts bis gegen rund 20% ausbauen, sagte Zaugg. Erste Massnahmen seien bereits 2010 eingeleitet worden.
tp/rt

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