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STUTTGART/HANNOVER (awp international) - Der Autozulieferer Continental will in Asien durchstarten und künftig stärker von boomenden Automärkten wie China profitieren. Das Unternehmen peile ein überproportionales Wachstum in China, Indien, Thailand und Indonesien an, sagte Conti- Chef Elmar Degenhart am Mittwochabend im Stuttgarter Wirtschaftspresseclub. Dies gelte aber auch für Wachstumsregionen ausserhalb Asiens wie Brasilien und Russland.
Insgesamt richtet sich Conti 2011 auf ein abgeschwächtes Wachstum des Automobilmarktes ein. "Die Aufschwungphase wird sich fortsetzen, aber nicht in der Geschwindigkeit der vergangenen neun Monate", sagte Degenhart. "Wir planen nicht aggressiv für das nächste Jahr." Für 2010 rechne er mit einem Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion auf mehr als 68 Millionen Autos.
Im nächsten Jahr geht der Conti-Chef in Europa und Amerika von einer stagnierenden oder leicht steigenden Autoproduktion aus. "In Asien wird es grossen Zuwachs geben", sagte Degenhart. Dort ist Conti allerdings bisher nicht so präsent wie in Amerika und Europa. Der Asien-Umsatz habe zuletzt bei 14 Prozent der Gesamterlöse gelegen. Für das Unternehmen biete sich hier grosses Potenzial. "Ich bin zuversichtlich, dass wir dort recht schnell zulegen können", sagte Degenhart. Schlüssel zum Erfolg in China seien Geschäfte mit lokalen Autobauern.
Auch durch die Zusammenarbeit mit seinem Grossaktionär Schaeffler will Conti künftig die Schlagkraft erhöhen. Dies könne durch ein kombiniertes Unternehmen gelingen, sagte Degenhart. Die Produktangebote beider Unternehmen ergänzten sich ideal. "Es gibt kaum Überlappungen." Zu Spekulationen, Conti könnte sich im Zuge des Zusammenrückens mit Schaeffler von seiner Reifensparte trennen, sagte Degenhart: "Das würde ich als Fehler betrachten."
Schaeffler hatte sich mit der Übernahme des deutlich grösseren Autozulieferers Continental beinahe verhoben und einen massiven Schuldenberg angehäuft. Schaeffler strebt einen Zusammenschluss beider Unternehmen an, will sich aber noch Zeit lassen. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.
Bei Projekten arbeiteten die Unternehmen aber längst zusammen, wenn es für beide Seiten Vorteile bringe, betonte Degenhart. Ein Beispiel dafür sei das Geschäft mit Turboladern. Conti sei dabei für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einkauf zuständig, Schaeffler für die Produktion. "So könnte das Modell der Zukunft bei der Zusammenarbeit aussehen", sagte Degenhart./sba/glb/DP/tw

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