Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

(Mit weiteren Angaben)
HANNOVER (awp international) - Der Automobilzulieferer Continental hat sich zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen frisches Geld am Anleihemarkt besorgt. Nun wurden Anleihen im Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro platziert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Die erste Tranche läuft bis 2016 und verfügt über einen Festzins von 6,5 Prozent pro Jahr. Die bis 2018 laufende zweite Tranche wird mit 7,125 Prozent jährlich verzinst. Beide Tranchen verfügen jeweils über ein Volumen von 625 Millionen Euro.
"Wir haben die hohe Nachfrage nach unseren Anleihen und das positive Marktumfeld genutzt, um unser Ziel einer verbesserten Fälligkeitenstruktur rasch, effizient und verlässlich zu erreichen," sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Die Erlöse sollen - wie schon bei den beiden früheren Anleihen - zur teilweisen Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten dienen. In diesem Jahr will Conti keine weiteren Anleihen platzieren.
Der Hersteller von Reifen, Innenausstattungen, Sicherheitssystemen und Fahrzeugelektronik platzierte im Juli und September Anleihen im Volumen von 750 Millionen und einer Milliarde Euro. Hinzu kommt eine Milliarde Euro aus der Kapitalerhöhung im Januar. Das frische Geld soll der ausgeglicheneren Finanzierung der Verbindlichkeiten dienen. Wegen der Übernahme der früheren Siemens -Sparte VDO lasten auf dem Zulieferer noch Milliardenschulden.
Im vergangenen Jahr drohte Conti, genauso wie der Grossaktionär Schaeffler, ins Schleudern zu geraten. Inmitten der Branchenkrise schwanden die Gewinne, gleichzeitig drückte die Schuldenlast. Die zuvor am Markt noch gelobten Übernahmen galten angesichts der allgemeinen Talfahrt an den Börsen plötzlich als überteuert.
Ende 2009 einigte sich Conti mit den Gläubigerbanken auf ein Refinanzierungskonzept, das nun mit den Anleihen und der Kapitalerhöhung durchgeführt wurde. Dem Grossaktionär Schaeffler räumten die Banken schon im vergangenen Jahr durch eine Umschuldung mehr Zeit ein. Dennoch gilt die hohe Verschuldung beider Unternehmen weiter als Haupthindernis einer möglichen Fusion. Das fränkische Familienunternehmen Schaeffler hält derzeit direkt gut 42 Prozent an Conti und hat weitere knapp 33 Prozent bei Banken geparkt./dct/wiz

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???