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Lugano (awp/sda) - Die in Lugano ansässige Cornèr Bank hat im vergangenen Jahr einen Nettogewinn in der Höhe von 73,4 Mio CHF erwirtschaftet. Dieses Ergebnis bedeutet zwar einen Rückgang um 18% im Vergleich zum Vorjahr, entspricht aber den Erwartungen der Bank.
Die Auswirkungen der dritten italienischen Steueramnestie seien moderat geblieben. Da sich viele italienische Kunden für eine juristische Repatriierung entschieden hätten, habe eine beachtliche Kapitalmasse zurückgehalten werden können, teilte die Cornèr Bank am Dienstag mit.
Durch den Zufluss neuer Kundengelder habe der Abfluss italienischen Kapitals weitgehend kompensiert werden können. Der Bank gelang es, die Kundeneinlagen um 6,8% auf 3,550 Mrd CHF zu steigern.
Die Bankspitze fühlt sich daher in ihrer Vorgehensweise bestätigt, Produkte, Dienstleistungen, Kunden und Märkte zu diversifizieren. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die Division Cornèrcard, die Kredit und Prepaid-Karten herausgibt.
Mit neuen Produktangeboten seien hier sowohl auf dem nationalen als auch auf dem internationalen Markt ausgezeichnete Ergebnisse erzielt worden.
Unter dem Strich blieb die Jahresbilanzsumme der Cornèr Gruppe unverändert bei 4,814 Mrd CHF. Das Unternehmen bleibt stark überkapitalisiert und verfügt mit Eigenmitteln von 767,9 Mio CHF über das Dreifache des gesetzlich vorgeschriebenen Betrages.
Ebenfalls konstant blieb der Personalbestand, der 770 Mitarbeiter umfasst. Davon sind 35 Personen bei Tochtergesellschaften im Ausland beschäftigt.
Die Cornèr Bank wurde 1952 von Vittorio Cornaro gegründet und befindet sich noch heute im Mehrheitsbesitz der Familie Cornaro. Die Generaldirektion in Lugano wird von Paolo Cornaro geleitet.
1975 führte die Cornèr Bank als erstes Bankinstitut in der Schweiz die Visa-Karten ein. 1998 folgte die Lancierung der MasterCard-Karte.
Im Jahr 2007 wurde die Zahl von 900'000 ausgegebenen Cornèrcards überschritten. Damit positionierte sich die Cornèr Bank als Nummer vier im Schweizer Kreditkartenmarkt.
ps

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