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Perlen LU (awp/sda) - Die Chemie + Papier Holding (CPH) ist 2010 in die roten Zahlen gerutscht. Auf operativer Ebene (EBIT) schrieb sie einen Verlust von 30,7 Mio CHF, nachdem 2009 noch ein Überschuss von 8,5 Mio CHF resultierte. Auch 2011 rechnet die Gruppe mit einem Verlust.
Unter dem Strich blieb ein Reinverlust von 20 Mio CHF. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 29,5 Mio CHF verdient. Angesichts der roten Zahlen soll in diesem Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre verzichtet werden; im vergangenen Jahr wurden 30 CHF ausbezahlt.
2010 sei für die CPH eines der schwierigsten Jahre in der Geschichte gewesen, sagte Verwaltungsratspräsident Peter Schaub an der Bilanzmedienkonferenz vom Freitag. Einerseits stiegen die Rohstoffpreise, anderseits fiel der Papierpreis um 20%.
BELASTUNG DURCH FRANKENKURS: 25 MIO CHF
Vor allem aber wirkte sich der starke Schweizer Franken prekär aus. Die Gruppe produziert in der Schweiz bei hohem Frankenkurs und setzt ihre Produkte im Ausland bei tiefem Eurokurs ab. Laut CPH-Chef Peter Schildknecht will man künftig vermehrt Rohstoffe im Ausland (z.B. Altpapier in Süddeutschland) einkaufen. Der Frankenkurs drückte das Ergebnis um 24,7 Mio CHF.
Zwar versuchte man mit markanten Einsparungen Gegensteuer zu geben. So wurde der Personalaufwand bei 941 (968) Mitarbeitenden um 13 Mio CHF gesenkt. Doch reichte das nicht, um die negativen Effekte zu kompensieren. So stiegen der Materialaufwand um 13,7 und die Energiekosten um 4 Mio CHF.
ALLE SPARTEN UNTER DRUCK
In der Papiersparte - sie trägt 52,3% zum Umsatz bei - setzte CPH mit 331'000 Tonnen eine neue Rekordmenge von Papier ab. Trotzdem ging der Umsatz um 16,3% auf 218,5 Mio CHF zurück. Es resultiert ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) von 29,3 (Vorjahr: +13,7) Mio CHF.
Gar um 20,9% auf 97,2 Mio CHF sank der Umsatz in der Chemie, die von der schwachen Konjunktur in den Absatzmärkten betroffen war und noch 23,3% vom Gruppenumsatz ausmacht. Das Betriebsergebnis fiel mit einem Verlust von 3,2 (VJ -6,6) Mio CHF etwas besser aus als im Vorjahr.
Am besten hielt sich die Abteilung Verpackungen, die ihren Anteil an der Gruppe von 23 auf 24,3% verbesserte. Ihr Umsatz stieg um 3,9% auf 101,7 Mio CHF und überholte damit die Chemie. Zudem konnte sie nach einem ausgeglichenen Betriebsergebnis im Vorjahr einen Gewinn von 0,9 Mio CHF verbuchen.
AUCH 2011 VERLUST BEIM PAPIER
Für das laufende Jahr rechnet Firmenchef Schildknecht mit Verbesserungen in den Bereichen Verpackung und Feinchemie sowie mit einem stagnierenden Verlauf bei der Silikatchemie. Trotz diesen Verbesserungen werde es aber nicht gelingen, den Verlust beim Papier zu kompensieren.
Beim Papier haben sich zwar die Verkaufspreise in Europa erholt. In der Schweiz bleiben die Preise für Zeitungspapier jedoch aufgrund des tiefen Euros auf Vorjahresniveau. Dazu kommen Überkapazitäten auf dem europäischen Markt sowie hohe Rohstoff- und Energiekosten.
Dennoch blickt man in Perlen zuversichtlich in die Zukunft. Dies auch dank der neuen Papiermaschine PM7, in die man gegen eine halbe Milliarde CHF investierte. Sie ermöglicht bei gleichen Fixkosten fast die dreifache Produktion. Alte und kleine Anlagen, so Schaub, hätte bei den heutigen Überkapazitäten schlechte Karten.
ra

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