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Washington (awp/sda/afp/rtd) - Ein geständiger Steuersünder in den USA belastet die Schweizer Grossbank Credit Suisse. Der Mann gestand vor einem Gericht in Ohio, auf einem Konto der Grossbank Geld vor den Steuerbehörden versteckt zu haben.
Nach Angaben des US-Justizministeriums ist es das erste Mal, dass ein Steuerpflichtiger in den USA gestanden hat, ein verstecktes Konto bei der Credit Suisse gehabt zu haben. Welche Summe auf dem Konto lag, gab das Ministerium in seiner Mitteilung vom Dienstag nicht bekannt.
Der 45-jährige US-Amerikaner lebt mittlerweile in der Schweiz. Vor einem Gericht im Bundesstaat Ohio bekannte er sich der Steuerflucht schuldig. Er riskiert damit bis zu drei Jahre Haft und eine Busse von 250'000 Dollar, wie das Justizministerium bekanntgab.
Ebenso wie bereits verurteilte Steuersünder gestand der Mann, von 2002 bis 2008 bei der UBS ein nicht deklariertes Konto mit einem Guthaben zwischen 490'000 und 947'000 USD besessen zu haben. Weiter gab er an, neben dem UBS-Konto in der Schweiz ein Konto bei der Credit Suisse im Ausland gehabt zu haben.
Eine Sprecherin der Credit Suisse wollte den Fall gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters nicht kommentieren. Sie betonte jedoch, dass gegen die Schweizer Grossbank nicht ermittelt werde.
Nach der UBS-Affäre haben Steuerfahnder in der USA insgesamt fünf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Credit Suisse ins Visier genommen. Ihnen wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen - entweder bei der CS oder bei anderen Banken. Die CS selbst ist in das Verfahren aber nicht direkt involviert.
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