Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2009 weniger verdient als von den Analysten erwartet. Dennoch reagierten der Aktienmarkt mit Applaus auf den Geschäftsausweis. Zurückzuführen ist dies auf Aussagen der Unternehmensführung, die sich für das laufende Jahr zuversichtlich zeigt. Seinen Optimisums stützt das Management auf den erfolgreichen Start ins erste Quartal.
STEUERAMNESTIEN BELASTEN NUR GERINGFÜGIG
Es sei zwar schwierig vorherzusagen, was die kommenden zehn Monate noch bringen würden. Die Entwicklung in den ersten vier bis fünf Wochen 2010 würden aber zuversichtlich stimmen, sagte CEO Brady Dougan anlässlich der Bilanzmedienkonferenz. Bezüglich Kundengeldern habe das Jahr ermutigend begonnen. Der Neugeldzufluss habe im Januar ein Rekordniveau erreicht, ergänzte Walter Berchtold, CEO Private Banking.
Von den in vielen Staaten lancierten oder angedachten Steueramnestien zeigte sich Dougan wenig beeindruckt. Die CS sei auch früher bei solchen Aktionen in der Lage gewesen, einen Zuwachs an Kundengeldern zu generieren, sagte der CEO. Zuletzt habe sich dies wieder bei der jüngsten Amnestie der italienischen Regierung gezeigt. Der Bank seien zwar dadurch im vierten Quartal 5,6 Mrd CHF abgeflossen, insgesamt habe sie aber 12,5 (VQ 16,7) Mrd an neuen Kundengeldern gewonnen, führte Dougan aus. Zudem hätten zwei Drittel der repatriierten Gelder von der Grossbank erfolgreich gehalten werden können.
Insgesamt verwalte die Bank rund 100 Mrd CHF Offshore-Gelder von europäischen Kunden. Davon könnten gemäss internen Berechnungen etwa 25 bis 30 Mrd CHF abfliessen, sollte eine grosse Anzahl von Staaten eine Steueramnestie lancieren, führte der CEO weiter aus. Die CS wäre aber auch in einem solchen Szenario in der Lage, das gesetzte jährliche Ziel eines Neugeldzuflusses von über 6% zu erreichen, zeigte sich Dougan überzeugt.
ZUVERSICHTLICH BEZÜGLICH M&A-GESCHÄFT
Zuversichtlich für 2010 zeigte sich auch Paul Calello, CEO des Investment Banking (IB). Die Pipelines für Börsengänge (IPO) sowie für Fusionen und Akquisitionen (M&A) seien gefüllt, sagte Calello. Er sei hoffnungsvoll, dass viele dieser Transaktionen auch umgesetzt würden.
Im vierten Quartal 2009 war das Investment Banking mitverantwortlich, weshalb die CS hinter den Prognosen zurückblieb. Dem IB hatten die Analysten trotz der schwachen Ausweise anderer Banken einen höheren als den erzielten Vorsteuergewinn von 1'030 (VQ 1'746) Mio CHF zugetraut. Aufgrund eines starken Rückgangs der Kundenaktivitäten im November und Dezember erzielte das Anleihen- und Aktienhandelsgeschäft aber deutlich geringere Erträge als im dritten Quartal. Zudem schlugen sich Marktwertanpassungen auf Fremdkapital der CS in Höhe von 243 Mio negativ auf das Ergebnis nieder. Im Gesamtjahr erreichte der Gewinn vor Steuern trotz des verhaltenen vierten Quartals ein Rekordniveau von 6'845 Mio CHF.
Auch die beiden anderen Divisionen der Bank - das Private Banking und das Asset Management - mussten im letzten Jahresviertel gegenüber dem dritten Quartal einen Rückgang des Vorsteuergewinns auf 857 (867) Mio CHF respektive auf 159 (311) Mio CHF hinnehmen. Bei ersterem wurde der Ertrag durch die Zunahmen des Geschäftsaufwandes geschmälert, bei letzterem durch Anlageverluste hauptsächlich bei Private-Equity-Anlagen.
Das Private Banking generierte im vierten Quartal Nettoneugelder im Umfang von 6,4 (VQ 13,1) Mrd CHF und das Asset Management von 4,1 (3,9) Mrd CHF zu. Per Ende Dezember verwaltete die Bank insgesamt Vermögen im Umfang von 1'229 Mrd CHF verglichen mit 1'225 Mrd per Ende September 2009.
Unter dem Strich resultierte im vierten Quartal 2009 ein Konzerngewinn von 793 (2'354) Mio CHF, der durch die erwähnten Marktwertanpassungen sowie Kosten für einen Vergleich mit den US-Behörden belastet wurde. Ohne diese Sondereffekte hätte sich der Reingewinn auf rund 1,4 Mrd CHF summiert.
EIGENKAPITALRENDITE ERFÜLLT ZIEL VON 2010
Über das gesamte Jahr belief sich der Konzerngewinn auf 6'724 Mio CHF, nachdem im vergangenen Jahr noch ein Verlust von 8'218 Mio CHF resultiert hatte. Die Eigenkapitalrendite wird mit 18,3% ausgewiesen und erfüllte damit das für 2012 gesetzte Ziel von 18%. Zudem flossen der Bank 2009 insgesamt Neugelder in der Höhe von über 44 Mrd CHF zu. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer Dividende von 2,00 (VJ 0,10) CHF kommen.
Die Analysten zeigten sich in ersten Reaktion zwar über den hinter ihren Erwartungen zurückgebliebenen Reingewinn enttäuscht. Der Ausblick des Managements sowie die als attraktiv eingestufte Dividende stimmten sie indes wieder versöhnlich. Die CS-Aktien gewinnen am Donnerstag bis gegen 14.50 Uhr 0,5% auf 46,32 CHF. Im frühen Geschäft waren sie bis auf 47,65 CHF gestiegen. Der Gesamtmarkt (SMI) erhöht sich derweilen um 1,1%.
sig/gab

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???