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Altdorf (awp) - Beim Mischkonzern Dätwyler hat das Krisenjahr 2009 Spuren hinterlassen. Die Verkaufszahlen gingen zurück und in Folge von Restrukturierungskosten reduzierten sich der Betriebs- und der Reingewinn deutlich. Für die Zukunft gibt sich das Industriekonglomerat vorsichtig optimistisch und setzt weiter auf seine Positionierung als Nischenplayer. Am meisten verspricht sich der Konzern bei der künftigen Entwicklung von den Sparten Pharmazeutische Verpackungen sowie Technische Komponenten.
Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT um 47,5% auf 70,4 Mio CHF. Ursache sind Restrukturierungskosten von 19,5 Mio CHF. So wurde die Logistik zentralisiert und lokale Verkaufsstellen im Fachhandel geschlossen. Zudem wurde Personal entlassen oder auf Kurzarbeit gesetzt. Unter dem Strich sank der Reingewinn um 47,8% auf 57,2 Mio CHF. Der Umsatz sackte um 14% auf 1'113,4 Mio CHF ab.
Nach diesem Ergebnis und angesichts der leichten Konjunkturerholung sowie der intakten Zukunftsaussichten der Dätwyler Gruppe beantragt der Verwaltungsrat 1,20 CHF pro Inhaberaktie (VJ 1,80 CHF) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 32%.
KONZERNBEREICHE ENTWICKELN SICH UNEINHEITLICH
Die einzelnen Konzernbereiche schnitten unterschiedlich ab. So sank in der sparte Kabel der Umsatz um nahezu ein Fünftel. Nach Darstellung von Konzernchef Paul Hälg war die Marktentwicklung in der Schweiz und Deutschland stabil. Deutliche Einbrüche habe es jedoch in Osteuropa und dem Nahen Osten gegeben. "Eher uneinheitlich" bezeichnete der CEO die künftigen Entwicklung der Sparte. So seien im spätzyklischen Baubereich weitere Rückgänge in der Nachfrage nach Kabeln möglich. Diese dürften jedoch von Infrastrukturprogrammen bei denen optische Kabel verwendet würden, kompensiert werden.
Am härtesten wurde die stark an der Automobilindustrie hängende Sparte Gummi von der Krise getroffen. Für die Division erwartet der Konzernchef nun volatile Marktbedingungen. Allerdings seien langfristige Lieferverträge abgeschlossen worden. "Das ist eine gute Basis für die Zukunft", kommentierte Hälg. Künftig will sich Dätwyler verstärkt in Asien engagieren. "Wir sind dabei, uns mit einer Produktion zu etablieren."
PHARMAZEUTISCHE VERPACKUNGEN IM AUFWIND
Hohe Erwartungen hat das Management an die Sparte Pharmazeutische Verpackungen, die sich im Krisenjahr als Stütze des Konzerns erwies. "Wir gehen hier von einem stabilen Wachstum um die 5% aus", so der CEO. auch in diesem Unternehmensbereich ist ein Auftritt in Asien geplant, wobei ein Werk in Indien gebaut wird.
Der Bereich Technische Komponenten wurde als Zulieferer der exportorientierten Maschinenindustrie stark von der Wirtschaftskrise getroffen. Nach der Akquisition von Reichelt soll es jedoch wieder aufwärts gehen. "Wir werden noch Freude haben am Kataloggeschäft", sagte Hälg. "Wir sehen hier ein deutliches Wachstum."
VORSICHTIG OPTIMISTISCH FÜR DIE ZUKUNFT
"Optimistisch aber vorsichtig", beschreibt der Konzernchef den Ausblick für die gesamte Gruppe. Weitere Restrukturierungskosten würden nicht anfallen. Bei gleichbleibendem Markt- und Konjunkturumfeld sollte Dätwyler daher 2010 den unteren Rand des langfristigen Zielbereichs der EBIT-Marge von 8% bis 12% wieder erreichen, wie der Konzern mitteilt. Zudem setzt Dätwyler neben einem organischen Wachstum auch auf Akquisitionen. "Wir werden Akquisitionschancen nutzen, sofern sie sich ergeben."
Die Aktien von Dätwyler legen am Mittag in einem freundlichen Marktumfeld überdurchschnittliche zu. Die Valoren verteuern sich um 2,3%. Analysten sprechen von einem "überraschend guten operativen Resultat" sowie "hervorragenden Ergebnissen".
ps/ch

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