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Daimler hofft auf Erholung des Nutzfahrzeugmarkts ab Mitte 2010

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2009 - 11:10 publiziert

STUTTGART (awp international) - Der weltweit führende Lastwagenhersteller Daimler sieht von Mitte des neuen Jahres an Chancen für eine leichte Erholung der Nutzfahrzeugmärkte. Dabei stellt sich das Unternehmen aber allenfalls auf "geringe Wachstumsraten" ein, die von einem niedrigen Niveau ausgingen, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. "Bei aller Vorsicht mit Aussagen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung signalisiert die aktuelle Entwicklung doch, dass der weltweite Nutzfahrzeugmarkt die Talsohle erreicht hat. Wir sehen in den Auftragseingängen in vielen Regionen zumindest den Beginn einer leichten Erholung des Marktes in 2010", sagte Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler.
Im Zuge der Wirtschaftskrise ist die Nachfrage nach schweren Lkw auf den traditionell starken Märkten Europa, Nordamerika und Japan massiv eingebrochen. Bis Ende November hatte der Lastwagen-Hersteller mit den Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso mit einem Absatzrückgang von 46 Prozent auf 234.686 Stück zu kämpfen.
KURZARBEIT BIS SOMMER 2010
Um die Produktion der gesunkenen Nachfrage anzupassen, werde an den deutschen Standorten der Lastwagenmarke Mercedes-Benz voraussichtlich noch bis Juni 2010 kurz gearbeitet, hiess es weiter. Wachstumsimpulse verspricht sich das Unternehmen durch das Vordringen auf neue Märkte, vor allem durch die Zusammenarbeit mit lokalen Herstellern. So werde in Russland die Kooperation mit Kamaz für den Vertrieb und die Montage von Fahrzeugen vorangetrieben. In China rechne man im nächsten Jahr mit der ausstehenden Genehmigung für das gleichberechtigte Gemeinschaftsunternehmen mit Foton. In Indien werde die Produktion für den lokalen Markt aufgebaut. Dort sollen ab 2012 Lastwagen verschiedener Gewichtsklassen hergestellt werden.
Bei den Bussen rechnet Daimler im nächsten Jahr mit einer Stagnation der Märkte. Dabei will das Unternehmen seine Marktführerschaft ausbauen. In diesem Jahr waren die Verkäufe im Zeitraum von Januar bis November um 22 Prozent auf 28.835 Omnibusse und Fahrgestelle zurück gegangen.
Einsparungen verspricht sich das Unternehmen durch den eingeleiteten Umbau bei den Töchtern in Nordamerika und Japan. Dort werden Werke geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Bei den Investitionen steht die Verringerung des Schadstoffausstosses im Vordergrund. Um künftigen Abgasnormen gerecht zu werden, setzt Daimler auf die SCR-Technologie, bei der mithilfe der Zugabe von Harnstoff Emissionen reduziert werden, sowie auf Hybrid und Brennstoffzelle./dct/nl/he

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