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STUTTGART (awp international) - Der Stuttgarter Autokonzern Daimler hat dank der hohen Nachfrage nach Autos und Lastwagen einen starken Jahresstart hingelegt. Das Konzernergebnis wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,2 Milliarden Euro fast verdoppelt. Der Konzernumsatz stieg um 17 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 1,2 Milliarden Euro auf mehr als 2 Milliarden Euro. Der Konzernabsatz legte im ersten Quartal um 15 Prozent auf 461.700 Fahrzeuge zu.
"Wir haben im ersten Quartal ein hervorragendes Ergebnis erzielt", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Wir liegen damit deutlich über Plan und bestätigen den positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2011." Im laufenden Jahr will der Konzern das EBIT zum Vorjahr deutlich steigern sowie einen höheren Umsatz erzielen und mehr Fahrzeuge verkaufen.
In einer ersten Reaktion bezeichneten Händler die Zahlen für alle Sparten als besser als erwartet. Positiv wurde auch die Bestätigung der Jahresprognose gesehen. Vorbörslich verlor die Aktie dennoch 0,50 Prozent.
PERSONENWAGENSPARTE LEGT ZU
Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars steigerte die Erlöse um 20 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. Das EBIT legte überproportional um 60 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zu. Damit wurde eine Umsatzrendite von 9,3 Prozent im Vergleich zu 7,0 Prozent im Vorjahr erzielt. Von den Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG wurden in den ersten drei Monaten 310.700 Wagen verkauft, das sind 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Kunden fragten vor allem Wagen vom oberen Ende der Modellpalette nach. Auch musste Daimler weniger Rabatte gewähren. Im laufenden Jahr soll die Kernmarke Mercedes-Benz einen Rekordabsatz von mehr als 1,2 Millionen Wagen erzielen.
Auch die Nachfrage nach Lastwagen zeigt nach der Krise wieder deutlich nach oben. Der Absatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 27 Prozent auf 89.300 Stück. Der Umsatz der Sparte Daimler Trucks legte um 28 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu. Das Spartenergebnis wuchs von 130 Millionen Euro im Vorjahr auf 415 Millionen Euro. Vor allem die Märkte in Westeuropa und den USA zeigten den Angaben zufolge eine deutliche Belebung.
JAPAN BELASTET
Von den Katastrophen in Japan ist Daimler vor allem mit seiner japanischen Lastwagentochter Fuso betroffen. In der Lkw-Sparte wurden deshalb Belastungen von 49 Millionen Euro verbucht, im Bereich Finanzdienstleistungen kamen 29 Millionen Euro hinzu. Die Lastwagenproduktion bei Fuso laufe seit dem 20. April wieder, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Auch im weiteren Jahresverlauf erwartet der Finanzvorstand weitere Belastungen im Zusammenhang mit den Produktionsausfällen in Japan./dct/stk/tw

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