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Daimler verschärft Sparprogramm; Einsparung im "2-stelligen Prozentbereich"

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 06:40 publiziert

STUTTGART (awp international) - Der Autobauer Daimler will nach einem Medienbericht angesichts der Milliardenverluste im ersten Halbjahr das laufende Sparprogramm noch verschärfen. Die angestrebten Einsparungen von vier Milliarden Euro würden deutlich überschritten, wiederholte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Gespräch mit dem Magazin "Wirtschaftswoche" Aussagen, die er bereits während der Messe IAA gemacht hatte. Allerdings konkretisierte er diese nun: "Die Überschreitung liegt im zweistelligen Prozentbereich." Daimler wolle dabei an allem sparen, "was nicht unseren Fahrzeugen zugute kommt." Ein Unternehmen wie Daimler habe trotz Sparprogramm "immens viel Potenzial", effizienter zu werden. "Es gibt praktisch keinen Prozess, den wir nicht noch deutlich effizienter machen könnten", betonte Zetsche.
Zetsche kündigte in dem Interview zugleich an, dass der Konzern schon bald über eine Kooperation mit einem anderen Hersteller zum Bau von kleinen Modellen entscheiden werde. Im Gespräch wollte er zwar die Namen Toyota und Renault nicht kommentieren; er sei sich aber sicher, dass "wir relativ bald ein grundsätzliches Ja oder Nein als Antwort geben können", sagte Zetsche. Bei der seit mehreren Jahren diskutierten Kooperation mit BMW werde künftig nichts Spektakuläres angekündigt. Es gebe eine Reihe von Komponenten, bei denen die Unternehmen zusammenarbeiten wollten. Grosse Teile wie Getriebe oder Motoren seien aber nicht darunter.
DAIMLER SIEHT SICH AUF WACHSTUMSKURS
Daimler sieht sich ungeachtet der aktuellen Absatzkrise auf Wachstumskurs. In der Pkw-Sparte soll der Autoabsatz bis zum Jahr 2015 von derzeit rund einer Million auf 1,5 Millionen Stück steigen, so Zetsche. Schon im dritten Quartal sei eine Verbesserung erkennbar. Im vergangenen Jahr hatte Mercedes-Benz Cars einen Rückgang von zwei Prozent auf 1,27 Millionen Fahrzeuge verbucht. Nach neun Monaten in diesem Jahr liegen die Verkäufe der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach um fast 16 Prozent im Minus bei 825.600 Exemplaren.
Die Stuttgarter haben sich vorgenommen, im zweiten Halbjahr mit den Personenwagen operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Nach den ersten sechs Monaten im Jahr belief sich der Verlust der Sparte vor Zinsen und Steuern auf 1,46 Milliarden Euro. Zetsche bekräftigte, er wolle seinen 2010 auslaufenden Vertrag als Konzernlenker verlängern./sk/dct/ck

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