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BERLIN (awp international) - Deutschlands Export profitiert weiterhin von den im europäischen Vergleich nur unterdurchschnittlich angestiegenen Arbeitskosten. Mit 29 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik bei den Arbeitskosten in der Privatwirtschaft 2009 an 7. Stelle - und damit erneut im europäischen Mittelfeld. Das geht aus einer Studie hervor, die das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Berlin vorstellte. Die deutschen Arbeitskosten stiegen danach mit plus 2,3 Prozent langsamer als im Durchschnitt der Euro-Zone mit 2,9 Prozent.
Um die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft muss man sich der Studie zufolge deshalb keine Sorgen machen, wohl aber um die noch immer nicht erreichte "Balance zwischen sehr starker Exportwirtschaft und relativ schwacher Binnennachfrage". Allerdings hat sich 2010 nicht nur der deutsche Export, sondern auch die Binnenkonjunktur "etwas besser entwickelt als in den Jahren zuvor". So habe es zum ersten Mal seit 2003 für die Arbeitnehmer Reallohngewinne gegeben.
Dieser Weg sollte nach den Worten von IMK-Chef Adolf Horn weiter beschritten werden, "und zwar mit grösseren Schritten als bisher". Denn das Fundament für eine dauerhafte Steigerung der Binnennachfrage sei noch dünn. Solange die Lohnentwicklung nicht gestärkt werde, liessen sich - so die IMK-Forscher - "zudem die hochproblematischen Ungleichgewichte im Euroraum nicht abbauen".
Für das laufende Jahr erwartet das IMK einen Anstieg der deutschen Arbeitskosten pro Stunde um rund zwei Prozent. Allerdings dürfte bei steigenden Preisen für Energie und Lebensmittel sowie leicht höheren Sozialabgaben "immer weniger für eine positive Reallohnentwicklung und einen Zuwachs beim privaten Konsum übrig bleiben". Zu den Arbeitskosten zählen vor allem Bruttolöhne und Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen./vs/DP/bgf

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