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FRANKFURT (awp international) - Die Geldpolitik soll sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank weiter auf das Ziel der Preisstabilität konzentrieren. "Die Aufnahme eines zusätzlichen Zieles für die Finanzstabilität birgt die Gefahr der Überfrachtung der Geldpolitik und das Risiko eines Glaubwürdigkeitsverlustes", schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Die Notenbanken sollten jedoch trotzdem eine Rolle beim Thema Finanzstabilität haben. Vor allem bei der auf systemische Risiken ausgerichteten Überwachung müssten sie eine zentrale Rolle spielen.
Die Bundesbank fordert hier jedoch eine eindeutige Zuordnung der Verantwortlichkeiten zwischen Geldpolitik und anderen Notenbankaufgaben. Damit soll die Geldpolitik weiter die Möglichkeit haben, sich ganz auf das Ziel der Preisniveaustabilität zu konzentrieren. Die Geldpolitik müsse jedoch Finanzmarktentwicklungen bei der Einschätzung der Inflationsrisiken ein stärkeres Gewicht geben. Die Bundesbank sprach sich erneut gegen ein höheres Inflationsziel aus. "Ein höheres Inflationsziel würde gravierende Kosten und der Übergang zu einer Preisniveausteuerung ebenfalls Nachteile nach sich ziehen."
Eine Herausforderung für die Notenbanken sieht die Bundesbank in der im Gefolge der Krise stark gestiegenen öffentlichen Verschuldung. Auch in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld müsse die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Notenbanken gewahrt bleiben. "Dies wird erleichtert, wenn die Geldpolitik auf Preisstabilität ausgerichtet bleibt und die Finanzpolitik durch fiskalische Disziplin der Geldpolitik den Raum gibt, den sie zum Erreichen ihres primären Zieles benötigt."
Die konjunkturelle Erholung in Deutschland hat sich laut Bundesbank zu Jahresbeginn fortgesetzt. "Verstärkt wurde sie durch eine Gegenbewegung zu der witterungsbedingten Beeinträchtigung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität im Dezember vergangenen Jahres", schreibt die Bundesbank weiter. Dies zeige sich an dem erheblichen Anstieg der Leistung des Bauhauptgewerbes.
Hingegen habe die Industrieproduktion im Vergleich zum Dezember stagniert, während die Nachfrage nach Industriegütern auf breiter Basis zugenommen habe. Auf Expansion deuteten auch die Export- und die Produktionserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe hin. Positiv beurteilt die Bundesbank die Lage am Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsanstieg habe sich fortgesetzt und die Arbeitslosigkeit sei nochmals zurückgegangen. Dies dürfte auch zu der Verbesserung des Konsumklimas beigetragen haben./jsl/jha/

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