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FRANKFURT (awp international) - Bundesbank-Chef Axel Weber sieht im Euroraum trotz des jüngsten Preisschubs keine nachhaltige Gefährdung der Preisstabilität. Der Anstieg der Inflationsrate im Dezember auf 2,2 Prozent resultiere primär aus Sonderfaktoren, insbesondere der Verteuerung von Energie, sagte Weber am Dienstag in Frankfurt. "Auf mittlere Frist ist im Euroraum ebenso wie in Deutschland nach wie vor mit Inflationsraten unter zwei Prozent zu rechnen." Allerdings könnten die Inflationsrisiken zunehmen, räumte Weber ein. Die Europäische Zentralbank (EZB), in deren Rat Weber vertreten ist, sieht Preisstabilität bei Raten von knapp zwei Prozent als gewährleistet an.
Für die deutsche Konjunktur gab sich Weber unverändert optimistisch. So werde sich der konjunkturelle Aufschwung fortsetzen, wenngleich mit etwas langsamerem Tempo. Zwar dürften die Exporte nicht mehr so stark zunehmen wie 2010. Dafür sollten aber die Investitionen der Unternehmen deutlich steigen. Zudem sei die Konsumstimmung gut und die Arbeitsmarktentwicklung anhaltend günstig.
Als Konsequenz aus der europäischen Schuldenkrise forderte Weber entschlossene Konsolidierungsmassnahmen für die öffentlichen Haushalte. Zudem müsse das wirtschaftspolitische Rahmenwerk der Währungsunion überarbeitet werden. "Wesentliche Ansatzpunkte sind dabei die Härtung der fiskalischen Regeln und eine intensivere Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte." Ergänzend sei ein dauerhafter Krisenlösungsmechanismus notwendig.
"Die aktuellen Probleme tragen sicherlich nicht dazu bei, die Begeisterung für die Währungsunion zu steigern", sagte Weber mit Blick auf die Schuldenkrise. "Eine D-Mark-Nostalgie wäre jedoch verfehlt." Der Euro sei ein Erfolg, von dem Deutschland sehr profitiert habe und weiter profitieren werde. "Der Euro ist mindestens so stabil wie die D-Mark und er wird es auch bleiben." Gleichwohl habe die Krise gezeigt, dass Stabilität kein Selbstläufer sei.
bgf/stw

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