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DE/Bundesbank/Weber: Ausstieg aus expansiver Politik nicht zu lange hinauszögern

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 12:20 publiziert

BERLIN (awp international) - Der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik sollte laut Bundesbankpräsident Axel Weber nicht zu lange hinausgezögert werden. Ein Ausstieg aus den aussergewöhnlichen Liquiditätsoperationen sei an eine Verbesserung der Lage an den Finanzmärkten zu koppeln, sagte Weber, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt am Donnerstag in Berlin. "Denn andernfalls würde bei unveränderten Leitzinsen die Geldpolitik expansiver."
Weber spracht sich jedoch gegen zeitliche Vorfestlegungen für einen Ausstieg aus: "Über Wann und Wie des Ausstiegs wird das Eurosystem zeitnah auf der Basis der dann vorliegenden Informationen entscheiden." Angesichts der Erholung an den Finanzmärkten sei es aber nicht angemessen, "das gegenwärtige operative Regime allzu lange unverändert fortzusetzen".
Der Ausstieg aus den unkonventionellen Massnahmen soll laut Weber graduell erfolgen. "Beispielsweise ist die unlimitierte Zuteilung in unseren Hauptrefinanzierungsgeschäften sicherlich aus heutiger Sicht noch für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten als die Gewährung sehr langfristiger Liquiditätszusagen." Die Banken sollten sich jedoch bereits jetzt auf einen graduellen Entzug der von den Notenbank verabreichten Medikamente einstellen. "Ein fortgesetztes Leben am Liquiditätstropf der Notenbank ist keine Handlungsoption für eine nachhaltige Zukunft und mit Sicherheit kein nachhaltiges Geschäftsmodell", sagte Weber./js/jha/

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