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BERLIN (awp international) - Die Rettung hochverschuldeter Euro-Staaten könnte die deutschen Steuerzahler laut einem Zeitungsbericht bis zu 15 Milliarden Euro kosten. Dies würde vom Volumen her einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte entsprechen, heisst es in einer Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der "Welt am Sonntag". "Die unmittelbaren finanziellen Belastungen sind weniger schlimm als angenommen. Die Euro-Rettung wird vielleicht gar nicht so teuer werden", sagt Christian Dreger, Leiter der Konjunkturabteilung beim DIW.
Die Wirtschaftsforscher rechnen im schlimmsten Fall damit, dass Griechenland, Irland und Portugal durch Umschuldung einen drohenden Staatsbankrott abwenden müssen und auch Spanien Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds erhält. Das optimistischste Szenario geht davon aus, dass nur noch Portugal unter den Rettungsschirm schlüpft und alle Krisenländer die Hilfen zurückzahlen können. In diesem Fall würde der Bundeshaushalt mit "nur" 800 Millionen Euro belastet. Bisher hat lediglich Irland aus dem Fonds Hilfen erhalten, für Griechenland wurde ein separates Rettungspaket vereinbart.
In den Zahlen nicht eingerechnet ist die vom Brüsseler EU-Gipfel beschlossene Bareinlage in Höhe von knapp 22 Milliarden Euro, die Deutschland anteilig für den von 2013 an geltenden dauerhaften Rettungsschirm als Kapitalstock leisten muss. Sie wird in mehreren Raten gezahlt, die jedoch auch aus dem Haushalt gegenfinanziert werden müssen. Ausserdem würden im Fall von Umschuldungen in Krisenländern auch die deutschen Banken in Mitleidenschaft gezogen, woraus möglicherweise - wie in der Finanzkrise - weitere Belastungen für die Steuerzahler entstehen./mi/DP/stw

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