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HAMBURG (awp international) - Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland im laufenden Jahr wegen des jüngsten Ölpreisanstiegs etwas gesenkt. Für 2011 werde nun eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent erwartet, teilte das HWWI am Dienstag in Hamburg mit. Bisher waren die Forscher von 2,5 Prozent ausgegangen. 2012 werde mit einem Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet. Im laufenden Jahr werde die deutsche Wirtschaft das Vorkrisenniveau wieder erreichen und übertreffen.
Der Arbeitsmarkt habe sich bereits über das Krisenniveau hinaus verbessert, schreiben die Forscher. Auch wenn die Konjunktur zunächst etwas an Dynamik einbüssen dürfte, stünden die Chancen für eine Fortsetzung des Aufschwungs - insbesondere von binnenwirtschaftlicher Seite - recht gut. Allerdings hätten sich die Risiken von aussen mit den aktuellen geopolitischen Unsicherheiten weiter erhöht. Die Fortsetzung des Aufschwungs sei aufgrund der aktuellen geopolitischen Ereignisse unsicherer geworden. Der dadurch verstärkte Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen dämpfe die globale Konjunktur, würge sie aber nicht ab. Rezessionsgefahr würde aus Sicht des HWWI dann akut, wenn sich die Unruhen ausweiteten. Die Naturkatastrophe in Japan beeinflusse die deutsche Konjunktur kaum.
Für 2012 seien die Aussichten wegen der politischen Entwicklung in Nordafrika und einer möglichen Ausbreitung "sehr unsicher", betonen die Forscher. Beruhige sich diese, könnte das Wirtschaftswachstum wieder an Dynamik gewinnen. Wegen des niedrigen Überhangs würde es im Jahresdurchschnitt mit 1,7 Prozent aber geringer als in diesem Jahr sein. Bei Ausweitung der aktuellen Probleme würde die Konjunktur entsprechend stärker gedämpft.
Neben den Entwicklungen in Nahost drohten die grössten Risiken von der immer noch nicht ganz ausgestandenen Finanzkrise, insbesondere den Staatsschuldenproblemen. Aber auch konjunkturelle Rückschläge seien in für die deutsche Exportwirtschaft wichtigen Ländern nicht auszuschliessen. Das gelte für die USA, die weiterhin Probleme am Arbeitsmarkt und Konsolidierungsprobleme haben. Aber auch in China und anderen Schwellenländern könnten verschärfte Blasen- beziehungsweise Inflationsentwicklungen die Regierungen zu restriktiven Massnahmen nötigen./jha/tw

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