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KÖNIGSWINTER/BONN (awp international) - Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom eskaliert: Arbeitgeber und Gewerkschaft brachen am Mittwoch in Königswinter bei Bonn die Verhandlungen ohne Ergebnis ab. Der Verhandlungsführer der Telekom, Holger Kranzusch, sprach zwar von konstruktiven Gesprächen, doch eine Annäherung der weit auseinander liegenden Positionen sei nicht möglich gewesen. Verdi fordert für die 105.000 Beschäftigten der Telekom im Inland 6,5 Prozent mehr Geld, während die Telekom 2,17 Prozent anbot.
Über das weitere Vorgehen in dem Tarifstreit soll noch an diesem Donnerstag die Grosse Tarifkommission von Verdi entscheiden. Die Verhandlungsführer werden dem Gremium das Scheitern der Tarifgespräche empfehlen, sagte Verdi-Streikleiter Ado Wilhelm der Deutschen Presse-Agentur. Dies wäre der erste Schritt zu einem grösseren Arbeitskampf bei der Telekom. Möglich ist aber auch, dass die Tarifkommission die Schlichtung anruft. Während eines Schlichtungsverfahrens gilt die Friedenspflicht.
Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder, der auch stellvertretender Vorsitzender des Telekom-Aufsichtsrates ist, bedauerte, dass es zu keiner Lösung am Verhandlungstisch gekommen sei. Die Telekom-Führung habe nicht die Kraft und den Willen gehabt, sich in Verhandlungen mit Verdi auf ein Ergebnis zu einigen, betonte er. Die Telekom habe auch kein verbessertes Angebot vorgelegt, wie von Verdi verlangt.
Auch die Telekom bedauerte den Ausgang der Verhandlungen. Ziel sei es gewesen, am Verhandlungstisch eine Lösung zu erarbeiten, sagte Kranzusch weiter. Dies sei nicht gelungen, weil die Positionen zu weit auseinandergelegen hätten. Intern will sich die Telekom nun beraten und ein Schlichtungsverfahren einleiten.
Begleitet war die vierte Verhandlungsrunde erneut von bundesweiten Streiks. Laut Verdi-Angaben beteiligten sich rund 12.000 Mitarbeiter des Unternehmens am Mittwoch an den Protesten. Schröder: "Die Arbeitsniederlegungen sind ein Vorgeschmack auf eine mögliche Eskalation des Tarifkonflikts"./ls/DP/she

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