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ATLANTA (awp international) - Die nach Passagieren weltgrösste Fluggesellschaft Delta Air Lines schreibt weiter rote Zahlen. Es geht aber langsam aufwärts. "2009 war ein schwieriges Jahr", sagte Konzernchef Richard Anderson am Dienstag in Atlanta. Wegen der Wirtschaftskrise blieben die Passagiere aus, das Frachtaufkommen brach ein und zudem musste Delta Air Lines die Fusion mit dem Wettbewerber Northwest verdauen.
Im Schlussquartal häufte der Konzern unterm Strich einen Verlust von 25 Millionen Dollar an. Ohne eine Steuergutschrift wäre die Zahl noch grösser ausgefallen. Im Vorjahreszeitraum hatten indes noch minus 1,4 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen. Damals hatte Delta alleine fast 1 Milliarde Dollar für die Integration von Northwest aufwenden müssen, jetzt war es noch gut ein Zehntel dessen.
Die Situation sehe mittlerweile besser aus, bestätigte auch Delta-Präsident Ed Bastian. Die Wirtschaft ziehe an und damit kämen auch die wichtigen Geschäftsreisenden und die Frachtaufträge zurück. Hinzu komme, dass die Spritkosten gesunken seien, dass Delta durch die teilweise Stilllegung seiner Flotte Geld spare und dass sich erste Erfolge durch die Zusammenarbeit mit Northwest einstellten.
Delta hatte den Wettbewerber Ende 2008 durch einen Aktientausch de facto geschluckt. Das Geschäft war mehr als 3 Milliarden Dollar wert. Dank des Zusammenschlusses konnte Delta im Schlussquartal den Umsatz leicht auf 6,8 Milliarden Dollar steigern. Northwest herausgerechnet, büsste Delta indes 12 Prozent ein.
Im ersten Quartal will Delta Air Lines zumindest operativ wieder Richtung Gewinn fliegen. Das soll unter anderem dadurch gelingen, dass die Fluggesellschaft die Kapazitäten niedrig hält. Das bedeutet im besten Falle vollere Flieger.
Delta geht es verglichen mit der Konkurrenz mittelprächtig. Während Continental Airlines überraschend wieder Geld verdient, bleibt American Airlines tief in der Verlustzone. Am Mittwoch legt mit United Airlines die nächste grosse US-Gesellschaft ihre Zwischenbilanz vor./das/DP/tw

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