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DÜSSELDORF (awp international) - Der Kranbauer Demag Cranes hat nach einem überraschend kräftigen Plus beim Auftragseingang im dritten Geschäftsquartal seine Jahresprognose konkretisiert. Umsatz und Gewinn im Zeitraum zwischen April und Juni verfehlten indes die Analysten-Erwartungen. Die Belebung beim Auftragseingang sei als guter Indikator für das vierte Quartal zu werten. "Wir schauen optimistisch in das vierte Quartal. Allein schon, weil wir Umsatzverschiebungen bei Hafenmobilkränen in das Schlussquartal haben", sagte Demag-Vorstandschef Aloysius Rauen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag nach der Zahlenvorlage am Morgen.
Für das Gesamtjahr (per Ende September 2010) rechnen die Düsseldorfer nun mit einem Umsatz von rund 900 Millionen Euro (Vorjahr 1,047 Mrd Euro) und einem operativen Gewinn (EBIT) von 45 bis 50 Millionen Euro. Zuvor hatte Demag nur prognostiziert, dass der Umsatz zurückgehen wird und die operative EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen solle. Am Nachmittag notierte die Aktie gut ein Prozent im Minus. Analysten sprachen von einem uneinheitlichen Bild im Zahlenwerk. Dass Geschäft stabilisiere sich zwar, von einem klaren Aufschwung könne aber noch nicht die Rede sein, schrieb etwa Equinet-Analyst Holger Schmidt.
Im dritten Geschäftsquartal habe Demag stärker von der weltweiten konjunkturellen Erholung profitieren und deutlich mehr Bestellungen verzeichnen können sagte Rauen. "Darüber hinaus profitieren wir beim Ergebnis von den Kostensenkungseffekten der erfolgreichen Restrukturierung."
Die Flaute in der weltweiten Hafen- und Schiffslogistik in der Wirtschaftskrise machte dem Unternehmen sehr zu schaffen. In der Folge liess Demag Cranes kurzarbeiten, baute Arbeitsplätze und Doppelstrukturen im Konzern ab. Mit dem Programm will Demag im Geschäftsjahr rund 60 Millionen Euro einsparen. Die Aktionäre mussten auf eine Dividende verzichten.
In der Zeit zwischen April und Juni zogen die Aufträge in allen drei Segmenten an. Im wichtigen Standbein mit Industriekränen kletterte der Auftragseingang fast um die Hälfte und im Geschäft mit Hafenmobilkränen spürt Demag Cranes weiter eine steigende Nachfrage. "Wir haben sehr positive Entwicklungen in Indien, Brasilien und in China und neuerdings auch in Russland", sagte Rauen mit Blick auf die einzelnen Regionen. Demag Cranes hatte jüngst ein neues Werk in Indien eröffnet und die dortige Produktionskapazität verfünffacht.
Das Bild bei Umsatz und Gewinn war uneinheitlich. Weil sich bei dem Unternehmen Aufträge wegen der Bau- und Lieferzeiten erst nach einem halben bis einem Jahr im Umsatz bemerkbar machen, schrumpften abseits des weniger schwankungsanfälligen Geschäfts mit margenstarken Ersatzteilen und Wartung die Erlöse aus dem Verkauf von Industrie- und Hafenkränen.
Als einzige Sparte lieferte dann auch das Servicegeschäft einen operativen Gewinn in Höhe von 15,3 Millionen Euro ab. Bei Industrie- und Hafenkränen stand ein Minus. Während Demag Cranes in seinem Hafengeschäft mit einem Verlust von 0,8 Millionen Euro weiter nahe der Gewinnschwelle liegt, rutschte das Unternehmen bei den Industriekränen, wie sie in Fabrikhallen eingesetzt werden, mit 1,6 Millionen Euro ins Minus. Vor einem Jahr und auch im Vorquartal stand hier noch ein positiver Wert. Schuld sei das niedrige Umsatzvolumen, hiess es.
Der Auftragseingang legte im Quartal um fast 40 Prozent auf 242,9 Millionen Euro zu. Der Umsatz schrumpfte um 7 Prozent auf 205,1 Millionen Euro. Der operative Gewinn (EBIT) machte einen Sprung auf 10 Millionen Euro, nach 5,3 Millionen Euro vor einem Jahr. Unter dem Strich blieben 4,1 Millionen Euro, nach einem Verlust von 31,3 Millionen Euro vor einem Jahr./stb/ang/stk

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