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(Mit weiteren Angaben und Hintergrund)
WASHINGTON (awp international) - Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) verliert einen seiner wichtigsten Köpfe: Finanzchef Chris Liddell werde seinen Posten zum 1. April räumen, teilte der US-Autobauer überraschend am Donnerstag mit. Damit zieht es den ehemaligen Microsoft-Spitzenmanager nach nur einem guten Jahr weg. Warum der 52-Jährige geht, ist unklar. Die Spekulationen überschlagen sich. Fest steht nur: Liddell hat GM vorangebracht wie kaum ein zweiter.
"Chris war einer der wichtigsten Akteure in einer prägenden Zeit für das Unternehmen", lobte Konzernchef Daniel Akerson seinen zweiten Mann. "Chris hat einen fantastischen Job gemacht." Liddell war Anfang 2010 gekommen, er ordnete die wirren Finanzen des gerade der Insolvenz entkommenden Autogiganten, senkte die Schulden massiv und führte GM erfolgreich an die Börse zurück. "Er hat den Wandel vorangetrieben", sagte Akerson.
Die einstige Pleitefirma verdiente im vergangenen Jahr schon wieder 4,7 Milliarden Dollar. Warum geht Liddell ausgerechnet jetzt? Die einen meinten, er habe sich mit Konzernchef Akerson überworfen. Doch Liddell sagte in einer Telefonkonferenz, die beiden hätten ein gutes Verhältnis. Andere orakelten, Liddell habe selbst Chef werden wollen. Liddell entgegnete, er sei für den Börsengang angeheuert worden. "Ich hatte keine anderen Erwartungen." Dritte spekulierten, das Geschäft laufe gerade unrund. "Das Geschäft ist intakt", sagte Konzernchef Akerson eiligst.
"Es ist eine gute Zeit, Platz für einen anderen zu machen", druckste Liddell herum und wich wiederholt Fragen nach den Gründen für seinen Abgang aus. Die Entscheidung sei in den vergangenen Wochen in ihm gereift, sagte er. Was er nun machen werde, wisse er noch nicht. "Ich möchte nicht schon wieder Finanzchef werden", rutschte es ihm heraus. Diese Position hatte er bereits beim Softwarekonzern Microsoft bekleidet. Als beim Autobauer der Chefposten frei wurde, bekam Akerson den Job.
Nachfolger als GM-Finanzchef wird der bisherige zweite Mann in der Finanzabteilung, Dan Ammann. Der ehemalige Investmentbanker ist ebenfalls erst seit vergangenem Jahr bei dem Autobauer und hatte den Börsengang zusammen mit Liddell gestemmt. "Er ist auf diesem Planeten die erste Wahl für den Job", sagte Vorgänger Liddell und auch Akerson fand nur lobende Worte. Ammann sei an der Wall Street geachtet, sagte der Konzernchef und versicherte, der Übergang werde reibungslos verlaufen.
Da scheinen sich die Börsianer nicht so sicher. Liddell galt als Garant für solide Finanzen bei General Motors, auch wenn er es in seiner Zeit nicht geschafft hatte, Opel zurück auf die Gewinnspur zu heben. Die GM-Aktie fiel nach Bekanntwerden seines Ausscheidens um satte 3 Prozent./das/DP/she

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