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DETROIT (awp international) - Der Automobilkonzern Volkswagen will seine Verkäufe im laufenden Jahr weiter steigern. "Wir rechnen für den Gesamtmarkt mit einer Wachstumssteigerung von fünf Prozent weltweit", sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler am Montag am Rande der Automesse in Detroit. Der Konzern wolle beim Marktanteil weiter zulegen und damit um mehr als 5 Prozent wachsen.
Schwerpunkte des Wachstums sieht Klingler vor allem in China, Russland und den USA. Im letzten Jahr hatte der Wolfsburger Konzern erstmals bei den Auslieferungen die 7-Millionen-Marke überschritten und ein Plus von 13,5 Prozent erzielt. Dabei kamen sowohl die Marke VW als auch die VW-Tochter Audi auf neue Jahresbestwerte. Bis spätestens 2018 will der Konzern zehn Millionen Fahrzeuge verkaufen und zur Nummer eins auf dem Weltmarkt aufsteigen.
PLÄNE FÜR LKW-ALLIANZ STEHEN
Zur weiteren Entwicklung des Konzerns sagte VW-Chef Martin Winterkorn: "Unsere Pläne für die Zusammenarbeit zwischen Volkswagen, MAN und Scania sind klar." Offen sei aber noch, wann und wie sie umgesetzt würden. Volkswagen hält knapp 30 Prozent am Münchener Dax-Konzern und die Mehrheit am schwedischen Konkurrenten Scania. VW dringt auf eine enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen und hat den früheren VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann zum Chef der Nutzfahrzeug-Aktivitäten des Konzerns ernannt.
Vorab müssten noch einige Dinge geklärt werden, sagte Winterkorn. Konkret nannte er den Industriedienstleister Ferrostaal, der von einer Korruptionsaffäre belastet wird. Der Lastwagenbauer MAN hält noch 30 Prozent am Essener Unternehmen. Die Münchner wollen auch diesen Anteil an den Hauptaktionär IPIC abgeben. Wegen der Korruptionsaffäre stellt sich der Staatsfonds aus Abu Dhabi aber quer und fordert eine Kompensation.
PORSCHE-GERICHTSENTSCHEIDUNG STIMMT OPTIMISTISCHER
Positiv wertete Winterkorn, dass ein New Yorker Gericht kurz vor Jahresende eine Schadensersatzklage gegen Porsche im Zusammenhang mit Aktiengeschäften des früheren Managements abgewiesen hat. "Natürlich sind wir etwas optimistischer", sagte Winterkorn bezüglich der anfangs für dieses Jahr angestrebte Verschmelzung von Porsche und VW. Grundsätzlich habe sich an seiner zurückhaltenden Einstellung aus dem Herbst aber nicht viel verändert. Der Manager verwies auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und Revisionsmöglichkeiten der Kläger vor einem US-Gericht. Die schwelenden juristischen Auseinandersetzungen waren vom VW-Management neben steuerlichen Belastungen als Gründe genannt worden, weshalb sich der ursprüngliche Zeitplan verschieben könnte.
Die bei Porsche geplante Kapitalerhöhung wird nach Angaben von Winterkorn vom Emirat Katar mitgetragen. Der Golfstaat hält seit der gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche 10 Prozent der Stammaktien an Porsche sowie 17 Prozent der VW-Stämme. Um den im Zuge des Übernahmeversuchs angehäuften Schuldenberg abzutragen, plant Porsche bis Ende Mai eine Kapitalerhöhung über fünf Milliarden Euro, jeweils zur Hälfte aus Vorzugs- und Stammaktien.
Zu möglichen Übernahmeplänen der Fiat-Tochter Alfa Romeo wollte sich der Konzernchef nicht weiter äussern. "Alfa ist eine interessante Marke", wiederholte er frühere Aussagen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte wiederholt Interesse an Alfa geäussert und die Fiat-Tochter als mögliche weitere Konzernmarke ins Gespräch gebracht. Fiat-Chef Sergio Marchionne lehnt einen Verkauf von Alfa jedoch ab./dct/he

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